Airbourne: Black Dog Barking

Airbourne: Black Dog Barking

Airbourne? Das ist doch die australische Hardrock-Band, die gemeinhin als AC/DC-Light-Version beschrieben wird? Ja, genau diese Band. Die hat mit „Black Dog Barking“ ihr drittes Full-Length-Album am Start. Was man davon erwarten kann? Straight Up Rock ’n‘ Roll, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Schon der Opener „Ready To Rock“ klingt stark verdächtig nach dem legendären Vorbild.  Sollte man als AC/DC-Fan also an akutem Entzug seiner Helden leiden, kann diese Nummer genauso wie die gesamte Platte nur wärmstens weiter empfohlen werden. Zumindest würde man, würde man die Platte nicht vorher kennen, genauso an eine AC/DC-Platte denken. Joel O’Keefe und Konsorten haben also nicht wirklich viel zu den Vorgängeralben verändert.

Müssen sie aber auch nicht. Airbourne funktionieren nämlich weiterhin genauso, wie sie es auf den Vorgängern „Runnin‘ Wild“ und „No Guts. No Glory.“ bereits vorgelebt haben. David Roads braucht noch immer nicht mehr als drei Chords, würde zusammen mit Justin Street noch immer als Verschnitt der Young-Brüder durchgehen, und die Songs sind nach wie vor mehr als livetauglich. „Animalize“, der zweite Track, ist durchaus stadionrock- und mitgröltauglich. Hooks und Refrains klingen nach bewährtem Muster allerdings sehr oft gleich – und auch auf die allzu tiefgründigen, philosophischen Lyrics muss der Zuhörer hier verzichten. Dafür geht es hier umso mehr um Frauen, Alkohol, Rock und das einfachere, zufriedenere Leben. Weitere Anspieltipps wie „Hungry“, „Woman Like You“ und der wohl beste Track „Live it up“ zeugen davon.

Zusammenfassend kann man Airbourne nichts vorwerfen. Livetauglicher, Mitsingtauglicher und Eingänglicher kann man ein Hardrock-Album kaum machen. Was Bon Jovi mit „Slippery when wet“ machten (ja, ich weiß, böser Vergleich), was AC/DC mit ihren 13 Alben machten und was Iron Maiden bereits mit ihrem ersten Studioalbum 1980 machten, versuchen auch Airbourne hier – sie versuchen, ein Album zu schaffen, das auch Jahre bis Jahrzehnte später noch „remembered“ wird. Guter Ansatz, nicht ganz gelungen – da fehlt der große Ausreißer nach oben. Trotzdem solide. Und auf jeden Fall eine heiße Empfehlung für das Autoradio!

Fazit:

4/5 Punkte

 

 

Links und Webtipps:

Artikel teilen
geschrieben von

Musik-Nerd mit Faible für Post-Ehalles. Vinyl-Sammler. Konzertfotograf mit Leidenschaft, gerne auch analog. Biertrinker. Eishockeyfan. "Systemerhaltende" Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

Kommentieren

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Suchbegriff hier eingeben und mit Enter bestätigen