1. WurstVomHundBall: Keine Angst vor Gleichberechtigung!

1. WurstVomHundBall: Keine Angst vor Gleichberechtigung!

Würstelparadies, ein buntes Programm, ausgefallene Kostüme, und eine unserer Meinung nach mehr als wichtige Message boten die Highlights des ersten WurstVomHund-Balles, der zeitgleich mit dem Linzer Burschenbundball zum ersten Mal in der Stadtwerkstatt über die Bühne ging. Auch musikalisch wurden die Ballgäste prächtig unterhalten!

Vor allem die Live-Acts wussten zu überzeugen. Ankathie Koi zum Beispiel. Einem größeren Publikum wahrscheinlich als Frontfrau von Fijuka bekannt, die gerade durch die Decke gehen, präsentierte sie am WurstVomHund-Ball ein Solo-Set, das man getrost unter der Rubrik „Jabistdudeppert war das geil“ verbuchen kann. Da treffen die 80ies auf zeitgenössischen Pop, und da sitzt wirklich absolut jeder Ton. Solltet ihr mal die Chance haben, die Dame live sehen zu können, so tut das. Unbedingt!

Auch Kids n Cats waren danach ein Garant dafür, dass bei aller Ernsthaftigkeit – die Message des Balles war ja „Keine Angst vor Gleichberechtigung!“ – der Spaß nicht zu kurz kommen darf. Selber bezeichnet sich die Combo als „ernsthaftes Spaßprojekt“, und ist auch genau das. Electro meets Freakiness – oder, wie ein Ballgast bemerkte, „die sind a bisserl wie die frühen Yeah Yeah Yeahs“. Vielleicht ist das nicht allein ein Qualitätsmerkmal – gepaart mit einem vollen, tanzwilligen Saal ist die Show dann aber durchaus etwas Besonderes.

Neben der Mitternachtseinlage – passenderweise doch schon deutlich nach Mitternacht – wurde danach zum ersten Mal die „Schmiss Austria“ gekürt. Kreative Mensurverletzungen unterschiedlichster Schweregrade konnte man bewundern, mit einer mehr als verdienten Siegerin. Ausklingen durfte die Ballnacht danach noch mit Clara Moto, Objet A und vielen anderen DJanes, die auch die letzen Energien raubten, die für Toleranz, Offenheit und Menschlichkeit in die Stadtwerkstatt gekommen waren. Wir sehen uns nächstes Jahr!

Foto: Christoph Thorwartl, a_kep

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geschrieben von

Musik-Nerd mit Faible für Post-Ehalles. Vinyl-Sammler. Konzertfotograf mit Leidenschaft, gerne auch analog. Biertrinker. Eishockeyfan. "Systemerhaltende" Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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