Mezzanine Sommerfrische: ein schöner alternativer Sommer

Sommer, Sonne, nicht zu kalt, gutes Lineup: der Mezzanine Club aus dem Mühlviertel hat sich am vergangenen Samstag wieder mal von seiner besseren Seite gezeigt. Im ländlichen Ambiente des Leitenbergerhofes in St. Ulrich konnten Fans alternativer Musik einige Schmankerl entdecken: Schabanack, Skinny B und Kytes sorgten für ein schönes musikalisches Wochenende. 

Zugegeben: ein bissl abgelegen liegt er schon, der Leitenbergerhof in St. Ulrich. Aber so ein guter Kilometer Feldweg ist ja auch was Schönes, wie wir bereits im Vorjahr miterleben durften. Dass das Gelände des Hofes schön ist, wissen wir nämlich bereits. Dass die Leute leiwand ist, sowieso. Auch die Musik konnte uns begeistern, das Bier und der Spritzwein schmeckten auch – ideale Voraussetzungen also für ein Konzert.

Eins vorweg: wir wurden nicht enttäuscht. Schon gar nicht vom Opener, Schabanack, der Local Hero des Konzertabends. Mit „Peng“ haben die Jungs schon einen FM4-Chart-Platz in den Topplatzierungen eingeheimst, auch Songs von Golfplätzen können überzeugen, Synthies werden auch eingebaut – kurzum: ein Konzert, das Lust auf mehr macht. Wir freuen uns jedenfalls auf den künftigen Output der Jungs!

Apropos Local Hero: auch Skinny B zählt da quasi noch dazu, auch wenn er aus dem Nachbarbezirk Freistadt kommt. Nach Auslandsaufenthalt in Amsterdam wieder zurück, hat er uns bereits auf der heurigen Sunnseitn in der Freistädter-Bier-Brauerei prächtig unterhalten. Auch die Ankündigung, dass es wohl irgendwann bald mal eine Live-Band-Version seines Schaffens gibt, dürfte dem Auftritt des Rappers guttun, sind doch Band-Shows im Vergleich zum DJ-Set gleich noch mal ein ganz anderes Level. Eine Stunde lang präsentierte er sein Programm, inklusive einem ganzen Haufen neuer Tracks. Hip-Hop ist sicher nicht jedermanns Sache, aber für Fans: viel falsch kann man bei einer Skinny B-Show nicht machen!

Wenig falsch machen auch die Jungs von Kytes. Kein Wunder, ist die Münchner Indie-Rock-Band seit 2009 (damals noch unter „Blind Freddy“) aktiv, und weiß, wie man Ohrwürmer schreibt. Songs wie „Any Better“, „Go Out“, „Runaway“, „Alright“ – alles Fixpunkte auf jeder Indie-Playlist. Auch am Mezzanine Open Air merkte man, dass es der Band Spaß machte, endlich wieder auf der Bühne zu stehen. Da werden auch, naja, nennen wir es mal übermotivierte Tänzerinnen auf der Stage in Kauf genommen, und auch die Tatsache, dass doch gerne ein paar mehr Leute vor Ort sein hätten dürfen, wird sympathisch ins Set miteinbezogen. Ein Konzert, wo man nichts falsch macht – und den Abend gerne noch bei einem Getränk neben den Mezzanine Club-DJs ausklingen ließ. Schade, dass heuer nur ein Wochenende Programm am Leitenbergerhof stattfinden konnte – denn Eines ist gewiss: wir kommen gerne wieder!

Foto: Christoph Leeb und Lisa Leeb

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geschrieben von

Musik-Nerd mit Faible für Post-Ehalles. Vinyl-Sammler. Konzertfotograf mit Leidenschaft, gerne auch analog. Biertrinker. Eishockeyfan. "Systemerhaltende" Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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