Das war das Ottensheimer Flashtival 2021

Wuhuu! Kurz und klein, dafür aber genau richtig getimed war das Ottensheimer Open Air, heuer unter dem Namen „Flashtival“. Nach einigen kühlen Tagen und Nächten fand das kleine Heimatfestival genau in der Sunshine-Periode statt, bevor abermals ab Sonntag wieder Regen und Wolken am Programm standen.

Am Programm (😉) standen in Ottensheim Freitag und Samstag unterdessen charmante, crazy, begabte und leidenschaftliche Bands und Singer-Songwriter, deren Genrezuschreibungen aus diversen Ecken der Musiklandschaft kommen. Von Hiphop und Rap über Indie Rock zu Hardcore-Punk und dazwischen Jazz mit Blasmusik sowie Electronic Pop und abends gab’s DJ-Programm, das circa zwischen DnB und Goa einordenbar war.

Was natürlich nie fehlt sind leckere Foodstandln, Homemade Pizza und Veganer Eintopf inbegriffen, ein wunderschönes Festivalgelände, glückliche und tanzende Kinder, Natur rundherum und am wenigsten zu vergessen: Gaanz viele freiwillige HelferInnen und fleißige MitarbeiterInnen, die das Festival organisieren, aufbauen, betreuen und am Laufen halten, damit wir BesucherInnen um (das muss auch mal gesagt werden) so wenig Geld, soviel coole Erlebnisse haben dürfen. Danke an dieser Stelle!

Um zu veranschaulichen, wieso das Ottensheimer OpenAir Jahr für Jahr das Potential hat, zum schönsten Festival des Jahres auserkoren zu werden, will ich hier im Comicstrip einen möglichen Tagesablauf skizzieren.

Freitag, 3 Uhr nachmittags: Fertig gepackt gehts in den Bus Richtung Aschach und man kommt eine halbe Stunde später am Marktplatz in Ottensheim an. Es ist ein Wiedererkennen der schönen Plätze, die dieser Ort zu bieten hat. Eine Pizzeria, ein Café, eine Bäckerei, kleine Gassen und Blumen, die aus Fenstern und von Balkonen hängen und an Italienurlaub erinnern. Mit Sack und Pack gehst du der Donau entlang zum Festivalgelände, siehst auf der „Rodlbudl“ zwei Männer Schach spielen, daneben Teenager skaten und jung und alt Kaffeetrinken und reden und du denkst, die Welt ist ok. Der Zeltplatz ist eine Wiese unter Bäumen, die Nachbarn laden dich auf ein gekühltes Bier ein, der Campingsessel steht, bald auch das Zelt.

19 Uhr: Einlass, lauter liebe Gesichter, 1 hübsches Festivalbandl ziert nun dein Handgelenk, Tschick werden gedreht, der Opening Auftritt, ein Solo-Singer/Songwriter, spielt gemütliche Tunes und die ZuhörerInnen sitzen auf der Wiese und lauschen.

20 Uhr: Du hast eine Band kennengelernt und Merch geschenkt bekommen und weil es bald dunkel wird, wird eine Runde Flunkyball ausgerufen. Der Abend ist nun nahezu perfekt.

21 Uhr: Eine Punk/Rock Band spielt, die Kinder tragen nun Gehörschutz, es ist dunkel geworden und Lampions leuchten. Überall findet man andere Leute, die man kennt oder heute kennengelernt hat.

2 Uhr in der früh: Mittlerweile legt ein DJ auf, circa 20 Menschen sitzen um das Lagerfeuer. Eine Frau sagt „Des schlimmste wos auf am Festival passieren kann, is a Akustikgitarre beim Lagerfeuer“, 10 Minuten später geb’ ich ihr recht, und übermütige junge Männer springen übers Feuer, bis sich jemand verletzt. Du denkst, das reicht für heute und beschließt schlafen zu gehen ohne Reue und ohne Angst, was zu verpassen.

Ein Festival ohne Druck und Hast, nur eine Bühne, wo man nix verpasst (lol, des reimt sich!), keine Goa-Zelte um 5 Uhr mit Mega-Bass, keine grausligen Dixi-Klos, kein Alle-Seine-Freunde-Verlieren ohne sich nicht nach einer Stunde zufällig wieder zu sehn, kein überteuertes Hipster Foodtruck Essen. Und kein Lagerfeuer-Verbot! Ich freu mich auf nächstes Jahr juhu, danke Ottensheim!

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