electric love
Foto: Lukas Embacher

Glitzer, Bass und ganz viel Liebe: Electric Love 2025

Seit 2013 verwandelt sich der Salzburgring jährlich in Europas Hotspot für elektronische Musik. 180.000 Besucher aus 70 Ländern erleben dabei internationale Star-DJs inmitten einer spektakulären Kulisse. Und auch dieses Jahr bewies das Electric Love wieder, weshalb es laut DJ Mag zu den 25 besten Festivals der Welt zählt.

„Es gibt Orte, die geben einem das Gefühl, zuhause anzukommen. Orte, die Menschen verbinden und wo man genauso sein kann, wie man ist. Einer dieser Orte ist das Electric Love, weil hier jeder Teil einer großen Familie ist.“ Das schildert uns eine Gruppe Wiener Student:Innen, als wir am Campingplatz des Festivals mit Ihnen ins Gespräch kommen. Und tatsächlich bemerken wir schnell, dass sich hier jeder als Teil der Electric Love-Familie sieht. Vielleicht ist diese Harmonie unter den Fans aber auch in der Lage des Festivals begründet. Eingebettet in eine Hügellandschaft am Salzburgring, mit Alpenpanorama als Hintergrund, wirkt die Aussicht fast schon wie ein Postkartenmotiv.

Die Idylle soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, wie groß das Festival mittlerweile ist. Das Gelände erstreckt sich auf über 700,000 m2 (was 98 Fußballfeldern entspricht). Über 8000 Menschen arbeiten während des Wochenendes, damit die Gäste zu den über 200 Künstlern auf 7 Bühnen feiern können. Dies beeindruckt auch die Stars der Szene, welche das Electric Love immer wieder als einer der Highlights ihrer Tourneen titulieren.

FESTIVALAUFTAKT MIT GÄNSEHAUTGARANTIE

Doch auch die Fans sind fasziniert von der aufwendigen Produktion. In Interviews verraten uns viele Gäste, dass besonders die Opening Ceremony immer wieder spektakulär inszeniert ist. Und tatsächlich gehört diese zu den Höhepunkten des Festivalwochenendes. Von einem ganzen Orchester bis zu Sängern, DJs und Tänzern, sind genreübergreifend lokale und internationale Künstler beteiligt. Die Aufzeichnung der Show letzten Jahres hat auf YouTube über 6 Millionen Aufrufe erreicht. Und somit auch international für Furore gesorgt.

Auch das Line-up konnte 2025 wieder auf voller Linie überzeugen. Neben Headlinern wie Alan Walker, Hardwell, Timmy Trumpet und Steve Aoki, performten auch Major Lazer einer ihrer wenigen internationalen Shows am Salzburgring. Es waren allerdings nicht nur DJs, welche die Crowd zum Schwitzen brachten. Der bekannte österreichische Fitness Influencer Sasha Huber brachte mit der „Red Bull Bring Sally Higher“-Challenge tausende Menschen dazu, mit ihm zu trainieren und die Kniebeugen-Herausforderung zu meistern.

Fernab der typischen elektronischen Acts sorgte auch der Auftritt des sympathischen Bayern-Rappers Tream, für gute Stimmung. Bereits kurz nach der Öffnung des Geländes füllte sich dabei schon die Mainstage, und die Crowd feierte zu Partyschlager. Ein für das Festival ungewöhnliches Konzept, welches aber voll aufging.

MEHR ALS NUR ELEKTRONISCHE BEATS

Mit solchen mutigen Konzepten beweist das Electric Love damit aber jedes Jahr aufs Neue, dass es weit mehr bietet als nur harte Bässe – auch wenn davon zweifellos reichlich geboten wird. Vielmehr hat es sich zu einem Schmelztiegel verschiedenster Subkulturen entwickelt, der Musik, Lifestyle und Genuss auf eindrucksvolle Weise vereint. Dies zeigt sich auch an der starken Markenbindung der Fans. Viele der Besucher:Innen tragen die hauseigenen Modekollektionen und Merchartikel des Festivals. Immer dabei: Das ikonische Herz-Logo, das erst jüngst ein Rebranding erhalten hat. Und dieses zieht sich auch durch sämtliche Bauten, Dekorationen und Grafiken am Gelände. Ein Gesamterlebnis, das in jedem Detail durchdacht und liebevoll inszeniert ist.

Doch auch ein solches Erlebnis geht leider irgendwann zu Ende, und so verabschiedete sich das Electric Love am Samstag, dem letzten Tag, mit einer fulminanten Closing-Show. Die Partypeople konnten auf einigen Stages dann noch bis 4 Uhr früh feiern, bis auch dort die letzten Subwoofer verstummten. Für viele der Gäste war aber bereits dort klar: Nach dem ELF – wie die Fans das Festival liebevoll nennen – ist vor dem ELF. Und so sind die ersten Ticketkategorien für 2026 auch schon ausverkauft. Schnell sein lohnt sich also, sobald die nächsten Ticketphasen in den Verkauf gehen. Aktuelle Infos dazu gibt es immer unter electriclove.at

Foto & Text: Lukas Embacher