Seiler und Speer
Foto: Pascal Riesinger

Seiler und Speer: Zwa Hödn im Happel-Stadion

Zehn Jahre ist es bereits her, dass Seiler und Speers Kult-Hit Ham kummst erschienen ist. Dieses Jubiläum wurde nun gebührend im Ernst-Happel-Stadion mit zahlreichen Ehrengästen gefeiert. Ein Austro-Pop Spektakel mit einer Stimmung der Extraklasse.

Es war einer der Gänsehaut-Momente, als Christopher Seiler ihren Hit Hödn ankündigte. Einen der emotionalsten Titel von Seiler und Speer, eine Ode an das echte Leben. Seit dem Tod von Sandra, einem großen Fan der Band, wird der Song immer wieder ihr gewidmet. Doch diesmal war es anders. Auch Miriam, erst 14 Jahre alt, hat kürzlich den Kampf gegen ihre Krankheit verloren. Beide Fans durften die Band dank des Vereins Rollende Engel noch persönlich treffen – einer Initiative, die schwerkranken Menschen letzte Wünsche erfüllt.

Was sich allerdings nach dem Lied im Ernst-Happel-Stadion abspielte, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Es herrschte eine Stimmung, die selbst Live-Musik-Fans berührte – so intensiv, wie man sie nur selten erlebt. Es war, als wolle das ganze Stadion in diesem Moment den beiden Engeln und den zwa Hödn auf der Bühne besonderen Respekt zollen. Da blieb kein Auge mehr trocken. Und diese besondere Stimmung hielt bis zum Schluss an.

Denn neben dem besonderen Moment, in dem sämtliche Hödn gefeiert wurden, durften natürlich andere Schmankerl von Seiler und Speer nicht fehlen. So schaute gleich zu Beginn Herr Inspektor nach dem Rechten, Mama Leone und Principessa nahmen zudem Platz im Stadion und auch wenn sie mit über 50.000 Personen im Stadion ganz und gar nicht alleine waren, so wurde dennoch über die Situation gesungen. Für den Jubiläumssong Ham kummst gab es noch ein besonderes Special. Mitten im Lied trat Otto Waalkes, nachdem er schon einer der Support-Acts war, noch einmal auf die Bühne, um Ham kummst ins Hochdeutsche zu übersetzen. Begleitet wurde das musikalische Seiler-und-Speer-Spektakel von eindrucksvollen Showelementen – darunter Feuershows, Pyrotechnik und Konfettikanonen.

Ehrengäste supporten Seiler und Speer

Als wären Seiler und Speer mit ihren Kult-Hits alleine nicht schon genug, haben sie sich für das Jubiläum besondere Gäste als Vorband geholt. Eröffnet wurde der Konzerttag von Opus & Schick Sisters. Thomas Stipsits, bekannt als österreichischer Kabarettist und Schauspieler, gab einige Coverversionen unter anderem des bereits verstorbenen Georg Danzers zum Besten. Wolfgang Ambros begeisterte mit seinen Hits wie Zwickts mi oder Skifoan das Publikum. Und für zahlreiche Lacher und humorvolle Momente sorgte schlussendlich Otto Waalkes mit den Friesenjungs.

Fazit

Gang und gäbe ist es, Weltstars wie beispielsweise Ed Sheeran, Harry Styles oder Robbie Williams im Ernst-Happel-Stadion live erleben zu können. Österreichische Bands im Happel-Stadion eher Mangelware. Umso schöner ist es, dass es nun Seiler und Speer geschafft haben, erstmals ein Konzert im Ernst-Happel-Stadion spielen zu können und dann auch noch alle vorhandenen Plätze zu verkaufen. Ein Erfolg, der zeigt, was in der heimischen Musikszene möglich ist. Es war ein Konzerttag, der bewegt hat, ein Tag voller Emotionen und magischen Momenten. Und das alles dank Seiler und Speer und ihrem Team. Ein Meilenstein für den Austro-Pop – und Seiler und Speer mittendrin: Die zwa Hödn im Happel-Stadion, die Geschichte geschrieben haben.


Seiler und Speer gehen nächstes Jahr auf Hödn-Tour. Nähere Infos: seilerundspeer.at

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