Holy Hydra
Foto: Ines Mayer

Holy Hydra 2025 im Zeichen der Clubkultur

Am Freitag dem 5. September 2025 verwandelte sich der Grüne Anker zum Schauplatz der Holy Hydra. Facettenreiche Performances machten die Nacht zum Erlebnis, dass man bestimmt nicht so schnell vergisst.


Freitag, der 5. September, war mal wieder einer dieser Tage in Linz, wo man sich kaum entscheiden wo man hingehen soll. Eine hervorragende Idee war es diesen verregneten Spätsommer Abend im Grünen Anker zu verbringen – bei der Holy Hydra! Die Nacht stand dabei ganz im Zeichen der Clubkultur. Und weil Linz leider diesbezüglich kein Schlaraffenland ist, wurde der Abend mit Fürbitten für die Clubkultur eröffnet – verfasst und vorgetragen von Linzer Kollektiven. Ein symbolischer Auftakt, mehr bei dem Forderungen nach mehr Zeit und Raum laut wurden.

Facettenreiche Performances

Musiktechnisch den Anfang machte die in Soundkünstlerin Isabella Forciniti mit einem experimentellen Liveset. In Kombination mit den imposanten Visuals und Lichtinstallationen von Robert Huemer, Tim Niedermeier und Gerald Herlbauer – 4youreye ProjectionArt verwandelte sich das Kirchenschiff in eine andere Welt. Staunen und Lauschen war die Devise. Danach folgten EKV: Orgel- und Trompetenklänge, mit elektronischen Beats verschmolzen.

Draussen fiel derweil der Regen in Strömen. Wer zur Bar oder aufs WC musste, musste einen Sprint durch Nässe & Kälte ins Pfarrheim hinlegen. Auch die Tschick unter dem bisschen undichten Pavillon war eher ungemütlich. Aber all das blendete man aus, sobald man wieder drinnen bei der Musik war.

Nach den beiden Performances spielte die Hydra selbst und das bisher eher am bodensitzende Publikum stand auf und begann zu Tanzen. Danach folgte Ronit Amon. Ein weiteres Highlight waren Dopplereffekt aus Detroit. Face to Face mit schwarzen Masken, fesselten sie mit ihrer Synthesizer Performance.

Mittlerweile hatte sich auch draußen die Wetterlage beruhigt. Der Regen hat aufgehört. Projektionen ließen die Kirche bunt erstrahlen. Vor dem Gebäude tummelten sich zahlreiche Menschen – Die Veranstaltung ist so gut wie ausverkauft.

Spätestens bei dem Berliner DJ Bahaa AlDeen war der Dancefloor gesteckt voll & die Crowd tanzte ausgelassen. Vanessa Sa brachte durch Einsatz von Lyrics Abwechslung ins Programm. Deaf Rabbits, um genau zu sein Andreas Treibstoff b2b Timoslav hatten die richtigen Platten am Start und sorgten mit ihrem Vinyl Set für ekstatische Stimmung.

Der Abschluss gehörte wieder der Hydra selbst. Das Set von Lorena b2b Björn selbst passte perfekt zur Morgendämmerung. Müde, aber glücklich tanzte das Publikum in den neuen Tag hinein.

Fazit

Auch wenns etwas kitschig klingt: Events wie die Holy Hydra sind etwas ganz besonderes. Hier gehts um die Musik, das miteinander tanzen, das Gefühl von Freiheit und Miteinander. Eine Nacht, die mich inspiriert hat und die ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde!

am liebsten hinter der kamera oder den decks :)