Im Bann des Philipp Poisel
Bereits zum vierten Mal geht Philipp Poisel auf Adventstour. Vergangenen Montag gastierte er im ausverkauften großen Saal des Posthof Linz. Ganz intim, mit Akustik-Set und nur zu zweit auf der Bühne, schaffte es Poisel die Konzertbesucher regelrecht zu verzaubern.
Wenn man früher nach seinem Namen googelte, tauchten Suchbegriffe wie Philipp Poisel Freundin oder Philipp Poisel Vermögen auf. Mittlerweile liest man aber immer öfter Gibt es Philipp Poisel noch? Und die Antwort lautet eindeutig: Ja, es gibt ihn noch. Und wie.
Rechts von ihm saß der Gitarrist und sonst nichts. Keine große Show, nur wenige Effekte. Bei Philipp Poisel genügen Stimme und Präsenz, um den Saal eineinhalb Stunden lang vollkommen zu packen. Handys wurden untypischerweise während des Konzertes fast nie gezückt, selbst nicht bei seinen bekanntesten Hits wie Wie soll ein Mensch das ertragen oder Liebe meines Lebens. Stattdessen entstand nach und nach ein gemeinsamer Chor, der sich mit Poisels Stimme verband.
Nahbar, humorvoll, echt
Zwischen den Songs erzählte der 42-Jährige Anekdoten aus seinem Leben und bewies, dass er neben melancholisch auch humorvoll kann. Beispielsweise habe der Stuttgarter Halloween komplett verpeilt und weil er keine Süßigkeiten zu Hause hatte, hat er sich in seiner Wohnung verkrochen. Für nächstes Jahr werde er aber ganz bestimmt vorsorgen. Oder die Geschichte über seine Eltern, die mittlerweile so neugierig seien wie er früher als Kind, weil sie durch das Geländer schauen, um herauszufinden, wer bei der Tür ein- und ausgeht. Poisel hoffe, später einmal so zu sein wie seine Eltern heute und leitete dabei zu Alt und grau über.
Der deutsche Sänger und Songwriter wurde 2008 von Herbert Grönemeyer entdeckt. Mit Liedern wie Wo fängt der Himmel an? oder Wie soll ein Mensch das ertragen und seinem Album Bis nach Toulouse schoss er schließlich an die Chartspitzen.
Fazit
Es gibt nur wenige Künstler, die allein mit ihrer Stimme und ein bisschen Akustik so viel auslösen können. Sobald Philipp Poisel zu singen begann, wurde es im Saal des Posthof Linz still – oder es wurde leise mitgesungen. Am Ende hatte er das Publikum vollständig für sich gewonnen.
Weitere Informationen: philipp-poisel.de
