Foto: Sara Podobri

Vergiss den Termin­kalender – bac lässt die Zeit stillstehen

Am Abend des 11.11. kam der junge Sänger mit seiner ersten Tour auch in den Linzer Posthof. Auch wenn sich die Stimmung erst etwas aufbauen musste, gab es am Ende kein Halten mehr. Als Support hatte bac ssam dabei, der später auch als Backgroundsänger auf der Bühne stand.

Bei den ersten Songs des Abends war das Publikum noch etwas zögerlich. Doch schon gegen Ende des Supportacts tauten sie langsam auf. Und spätestens als bac anfing, seine beliebtesten Songs zu spielen, tanzten auch die letzten Reihen. Mit jedem Song legte sich die anfängliche Zurückhaltung und die Stimmung im Saal wurde zunehmend ausgelassener. Man merkte, dass langsam Bewegung in den Abend kam.

Der Auftakt: ssam eröffnet den Abend

Es dauerte ein paar Songs, bis ssam das Publikum von sich überzeugt hatte, doch bei den letzten Songs kam die Stimmung auch bei den letzten Personen an. Zwischen den einzelnen Liedern erzählte ssam immer wieder die Entstehungsgeschichten dahinter und lud so die Zuschauer ein kleines Stück in seine Welt ein. So entstand zum Beispiel sein neuester Song, der erst am Vortag des Konzerts erschienen war, auf der Rückbank eines Sprinters, während er im Sonnenuntergang auf dem Weg zu einem Auftritt war. Er dachte dabei an seine Freundin, und wie dankbar er für sie ist, spätestens an dieser Stelle ging ein leises Aaaw durchs Publikum. Bei ebendiesem Song sprinter sah man schon einige Leute tanzen.

Ein Abend für die Ersties

So nennt bac liebevoll alle Personen, die auf einem Konzert seiner ersten Tour waren. Bei diesen Worten fühlte man sich direkt wie eine Community, alle hatten etwas gemeinsam. Mit bac gemeinsam auf der Bühne standen ssam und alfons, mit dem er ein paar seiner Songs produziert hatte. Ein Beispiel dafür ist das Lied In Der Zeit Verlieren, bei dessen Ankündigung die Freude beim Publikum enorm war. Ein Fan hatte im Vorfeld bunte Papierherzen ausgeschnitten und diese unter den Zuschauern verteilt. Als sie dann alle zu diesem Song hochgehalten wurden, war auch bei bac die Freude groß.

Der junge Kärntner gar außerdem einen wichtigen Rat: man sollte keine Songs von anderen Künstlern klauen, ohne vorher zu fragen. Selber hat er diesen Rat jedoch nicht beachtet. Allerdings hatte die Geschichte in seinem Fall ein gutes Ende und er wurde sogar von den Sportfreunden Stiller auf einem ihrer Konzerte mit auf die Bühne geholt. Auch im Posthof war die Begeisterung für seine Version von Applaus, Applaus groß. Bei Songs wie Rosaroter Tee oder Du Fehlst Hier wuchs die Euphorie beim Publikum immer weiter, bis wirklich keiner mehr still stand.

Nach dem letzten Song verließ der Sänger erst gar nicht die Bühne, sondern sprang direkt vorne hinunter, um Fotos mit seinen Fans zu machen. In Augenblicken wie diesen zählt nicht der letzte Ton, sondern das Gefühl, das die Menge verbindet.

Foto: Sara Podobri

Fotografin, Musikenthusiastin und Naturfreundin