Zara Larsson
Foto: Simone Grübl

Zara Larsson in Wien: das perfekte Pop-Konzert

Tanzeinlagen, Glitzer und Konfetti sind Bestandteil jeder gelungenen Pop-Show. Das und vieles mehr brachten die schwedischen Musiker Zara Larsson und Omar Rudberg letzten Donnerstag im Rahmen der Midnight Sun Tour in den Wiener Gasometer.

Erst vor etwa eineinhalb Jahren gastierte Zara Larsson zuletzt im Gasometer. Damals füllte sie nicht die ganze Halle und auch ihre Performance ließ zu wünschen übrig. Umso überraschter war ich, dass ihr Konzert dieses Mal komplett ausverkauft war und die ersten Fans schon seit den frühen Morgenstunden auf sie warteten. Das mehr als gerechtfertigt, wie sich schnell herausstellte. Neben ihrem neuen Top-Album hat schließlich auch ihre Show ein verdientes Upgrade bekommen.

Omar Rudberg

Ein weiterer Grund für das verbesserte Konzert-Erlebnis war der Fakt, dass sie dieses Mal einen Top-Support-Act dabei hatte. Immerhin war das kein Geringerer als der schwedische Sänger und Schauspieler Omar Rudberg. Schon beim Superbloom hatten er und seine Tänzer eine mitreißende Show abgeliefert, welche sie in einer etwas kürzeren Version und mit neuen Songs wiederholten. Für ihn war es das erste Mal in Wien, darum konnte man auch einige seiner Fans im Publikum erkennen. Für alle, die seine englischen, schwedischen sowie spanischen Lieder nicht kannten, gab es ein Cover von Rihannas Rude Boy und Bad Bunnys Tití me preguntó. Einen besseren Einstieg in den Abend hätte es wohl nicht geben können.

Zara Larsson

Kurz danach war es auch schon Zeit für Zara Larsson, die ihren Auftritt mit ihrem neuen Hit Midnight Sun eröffnete. Von Anfang an beeindruckten sie und ihre Tänzerinnen mit aufwendigen Choreographien und ganz viel Energie. Dabei traf sie sogar die höchsten Töne und alle Tanzschritte saßen bereits perfekt, obwohl es erst die zweite Show der Tour war. Das Publikum hingegen war zwar laut Zara das Beste, aber in Realität dem Titel nicht ganz gerecht. Bei Ain’t My Fault oder Ruin My Life wurde die Stimmung aber besser.

Besonders war vor allem, dass sie sich dieses Mal viel mehr um den Kontakt mit Zuseher:innen kümmerte. So gab es einige Elemente, die ich bei einer Live-Show zuvor noch nie gesehen habe. Zum Beispiel holte sie einen Fan auf die Bühne, der dann ein weißes T-Shirt von ihr bekam und sie ein persönliches Design darauf sprühte. Mit ihm sang sie auch Lush Life gemeinsam, wobei er das so gut machte, dass er ihr fast die Show stahl. Spätestens dann war die Aufmerksamkeit von allen 3.000 Besucher:innen da. Daraufhin bekam ein weiterer Fan von ihr eine persönliche Tanzeinlage auf der Bühne. Den krönenden Abschluss gabs mit dem bekannten Meme-Lied Symphony und ganz viel buntem Konfetti.

Fazit

Nachdem mich der letzte Auftritt von Zara nicht ganz überzeugt hatte, hab ich eher nicht damit gerechnet, sie so schnell wieder live zu sehen. Im Nachhinein gesehen, bin ich aber sehr froh darüber, ihr nochmal eine Chance gegeben zu haben. Schließlich ist ihre neue Show auf einem ganz anderen Level. Es gab Tanzeinlagen, Glitzer, Konfetti sowie lustige Momente – die perfekte Pop-Show eben. Definitiv nicht für jeden etwas, aber eine große Empfehlung für alle, die die Musikrichtung mögen.

Multimedia Schülerin und Fotografin aus Linz