Mehr als nur Radiopop: ClockClock überzeugen in Linz
Viele kennen sie wahrscheinlich aus dem Radio mit Hits wie Someday Soon oder Adore Ya. Nachdem ClockClock im Sommer am Linzer Kronefest aufgetreten sind, kamen sie nun auch mit ihrer Dream Forever Tour am 12.2. in den Posthof und begeisterten das Publikum sowohl mit neuen als auch mit alten Songs.
Der Abend mit ClockClock war gefüllt mit Motivation, Humor und guter Stimmung. Und die Musik durfte natürlich auch nicht fehlen. Im Laufe des Abends erzählte der Sänger Bojan Kalajdzic einiges über seine Erfahrungen in der Musikbranche und gab auch ein paar Geschichten über die Band zum Besten. Die Fans waren begeistert und mischten bei manchen der Erzählungen durch laute Ausrufe auch selbst mit. Auch einen kurzen Ausflug ins Publikum, um dort ein paar Songs zu spielen, ließen sie sich nicht nehmen.
Schnell wurde klar, dass es ClockClock nicht nur um eingängige Melodien geht, sondern auch um persönliche Botschaften. Bojan sprach offen über seine Bewerbungen an einer Popakademie, die ihn jedoch zweimal ablehnte. Doch trotz dieser Niederlagen kam es ihm nicht in den Sinn, aufzugeben. Man hat nur dieses eine Leben, meint er. Man sollte alles ausprobieren, was man möchte. Im schlimmsten Fall wird aus einem großen Traum ein „cooles neues Hobby“. Er betonte, dass der Moment jetzt ist, und man sich nicht von anderen reinreden lassen und seinen Träumen folgen soll. Dies war auch die Botschaft des nächsten Songs. Mit spürbaren Emotionen performte die Band Zeilen wie „You can say what you want but it won´t change a thing. Just shut up!“.
Die Songs der Band waren an diesem Abend abwechslungsreich gemischt. Neben den bekannteren Songs wie Someday Soon und Over sorgten auch einige ruhigere Lieder für Gänsehaut. Bei Songs wie Out Of The Dark sang das Publikum lautstark mit und man spürte regelrecht, wie sich die Gefühle im Raum verteilten. Gegen Ende des Sets überraschte die Band noch mit einem bisher unveröffentlichten Song. Mit der gescherzten Bitte, ja nicht zu filmen und das Lied auf Social Media zu teilen, und den Worten „Dann rocken wir mal ab!“ starteten sie in einen der letzten Songs. Das Publikum hat seine Aufgabe definitiv verstanden und rockte ab.
In der Zugabe zeigte sich Bojan erst alleine am Klavier, bevor die Band ebenfalls wieder die Bühne betrat und den Posthof ein letztes Mal zum Tanzen brachte. Ein kurzer spontaner Abstecher zu Everybody von den Backstreet Boys rundete den Abend humorvoll ab. ClockClock bewies in Linz, dass sie eben nicht nur Radiopop liefern, sondern auch live mit Authentizität, Energie und viel Herz überzeugen.
Foto: Sara Podobri