Pam Pam Ida: Bayrischer Fortbildungskurs
Nehmts mi mit: die bayrische Pop-Folk-Band Pam Pam Ida gastierte am Samstagabend im Posthof Linz. Prädikat: edukativ, hätte sich aber dann doch mehr Publikum verdient gehabt. Denn der Auftritt der Band kann nur als sympathisch, authentisch und ansteckend bezeichnet werden.
Zugegeben: wir wussten bereits, was an diesem Samstagabend im Posthof auf uns warten sollte. Die Sandersdorfer Band (ja, wir mussten auch googlen!) punktete nämlich bereits im Mai 2025 (hier zum Rückblick), als sie das letzte Mal im Posthof in Linz zu Gast waren. Schon damals sympathisch, schon damals um keinen Spruch auf der Bühne verlegen.
ein abwechslungsreicher Gig
Die aktuelle Tour führte sie zum Abschluss der Österreich-Tourrutsche auch nach Linz. Posthof, mittlerer Saal, gut 200 Leute werden da wohl in den Genuss von Pam Pam Ida gekommen sein. Support? Gabs dieses Mal keinen. Brauchts irgendwo auch nicht, denn das Sextett ist trotz Tour-Verschleißerscheinungen gut gelaunt knappe zwei Stunden auf der Bühne. Und zum Abschluss auch davor, wie sich herausstellen sollte. Stilitstisch? Pop-affin. Mit Folk-Elementen, die nicht erst seit frühen Mumford&Sons-Momenten Konzertbegeisterte zum Tanzen motivieren Inhaltlich? Fahrt man bayrisch-ironisch Auto bei I fahr an Diesl, leert sich Gin ins Gsicht, und lädt aber auch zum Dahinschmelzen ein. I mog deine Aung, Vielleicht, Ois anders, Untergang – das sind alles richtig schön geschriebene Lieder von Musikern, die ihre Instrumente beherrschen. Wahlweise natürlich auch deren mehrere.
Nicht zuletzt deswegen gibts wohl auch pädagogisch-wertvolle Aufwärmübungen oder musiktheoretische Erklärungen, was denn nun Schlager wirklich ist. Inhaltlich wertvoll wohl nicht immer unbedingt, aber unterhaltend allemal. Vor allem Frontmann Andreas Eckert ist der das geborene Aushängeschild für eine bayrische Band, die wahrlich nicht auf die sprichwörtliche Goschn gefallen ist. Und die eigentlich, so denkt man sich während der gesamten zwei Stunden Konzert, ziemlich gemütliche Gockln zu sein scheinen, die sich auch untereinander verstehen dürften. Und spätestens wenn sie am Schluss I muaß geh im Publikum a capella vertonen, dann wünscht man sich insgeheim zum Schluss: kemmts doch bald wieder!
Ein Konzert, das alles richtig macht. Mit einer Band, die vieles richtig macht – und sich gerne wachsender Fangemeinde erfreuen dürfte!
Foto: Christoph Leeb
