The Academic Wien
Foto: Simone Grübl

Vienna loves the Irish – vor allem The Academic

Wien und irische Bands – die perfekte Kombination. Mit The Academic als Headliner und Palffi als lokalem Supportact wurde die Szene Wien am Samstag, 14. März zum Treffpunkt für alle Indie-Rock-Fans.

Die Academic zählen derzeit zu den spannendsten Bands aus Irland. Craig Fitzgerald, Stephen und Matt Murtagh sowie Dean Gavin haben sich mit eingängigen Gitarrenriffs, hymnischen Refrains und authentischen Texten schnell einen Namen gemacht. Bereits früh standen sie nicht nur mit eigenen Shows auf der Bühne, sondern begleiteten auch internationale Größen wie Louis Tomlinson, The Rolling Stones und Twenty One Pilots als Support-Act. So konnten sie ihre energiegeladene Live-Performance einem breiten Publikum präsentieren. Ob auf Platte oder auf der Bühne, die Band versteht es, ihre Songs mit Charme und Dynamik zu vermitteln.

Ursprünglich hätten The Academic bereits im vergangenen Jahr ihre Fans begeistert. Stattdessen entschied sich die Band, die gesamte Tour zu verschieben, um sich intensiv der Arbeit an neuer Musik zu widmen. Eine Entscheidung, die sich im Nachhinein mehr als ausgezahlt hat. Mit zwei neuen Singles gingen sie in diesem Jahr nun endlich auf Tour durch Großbritannien und Europa.

Start in den Abend Mit Palffi

The Academic wählten bei dieser Tour für jede Stadt ihre Vorbands selbst aus und geben so lokalen Künstler:innen die Möglichkeit, vor einem größeren Publikum aufzutreten. In Wien ging diese Chance an den österreichischen Musiker Palffi und seine Band. Kein Wunder, denn deren Musik klingt zum Verwechseln ähnlich und hat den gleichen Indie-Rock-Vibe, wie von den Headlinern des Abends bekannt. Die Show begann gegen 20 Uhr und von Anfang an sorgte Palffi für eine mitreißende Atmosphäre. Obwohl ihn viele im Publikum noch nicht kannten, zeigte er, dass er den perfekten Einstieg in den Abend liefern konnte. Mit energiegeladenen Songs und einer dynamischen Performance bereitete die Gruppe das Publikum optimal auf The Academic vor.

Mitreißende Energie

Direkt mit den ersten Takten von The Academic sprang der Funke von der Bühne ins Publikum über. In der ersten Reihe herrschte dabei eine derart ausgelassene Stimmung, dass sich wohl jede Band solch eine Energie wünschen würde. Es wurde gesprungen, getanzt und jede Zeile voller Begeisterung mitgesungen. Doch nicht nur ganz vorne war die Begeisterung über das lang ersehnte Konzert spürbar. Auch der restliche Saal, junges, aber insgesamt durchaus durchmischtes Publikum, wippte im Takt, klatschte und stimmte in die Refrains ein. Unterschiedliche Altersgruppen, Hintergründe und Textkenntnisse rückten in den Hintergrund.

Ein Set aus Hits und Hymnen

Gleich zu Beginn setzte The Academic auf Tempo. Mit Songs wie „Bye Bye Baby“ und „Don’t Take It Personally“ stiegen sie in ein Set ein, das von Anfang an auf Dynamik ausgelegt war. Spätestens als „I Feel It Too“ und „Acting My Age“ angestimmt wurden, war das Eis endgültig gebrochen und der Saal bewegte sich im Takt. Im weiteren Verlauf des Abends mischte die Band ältere Fan‑Favoriten mit neueren Songs und hielt dabei die Spannung konsequent hoch. „Mixtape 2003“ und „Pushing Up Daisies“ erwiesen sich als echte Höhepunkte: hymnische Refrains, dichte Gitarrenschichten und ein treibender Beat, der die Szene Wien in ein Meer aus wippenden Köpfen und mitsingenden Stimmen verwandelte. Gegen Ende durften Stücke wie „Not Your Summer“ und vor allem „Bear Claws“ nicht fehlen. Letzterer Song entwickelte sich zum krönenden Abschluss, bei dem noch einmal alle Hände oben waren.

Fazit

Die Mischung aus eingängigen Indie‑Hymnen, klar strukturierten Gitarren‑Arrangements und einer spürbar motivierten Band sorgte für einen kurzweiligen Abend. Ein perfektes Event für wahre The-Academic-Fans, die seit über einem Jahr sehnsüchtig auf dieses Konzert hingefiebert hatten. Aber auch Neulinge, die die Band erst kürzlich entdeckt haben, kamen auf ihre Kosten und verließen den Saal mit potenziellen neuen Lieblingssongs.

Fotos & Text: Simone Grübl, Lisa Tatzber

Multimedia Schülerin und Fotografin aus Linz