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Eden: das neue Buch von Marc Elsberg

In der Karibik attackiert ein Riesenkalmar einen Walhai, in Triest sterben Fischmassen und im Amazonas trocknet der Boden aus. Es sind die ersten Anzeichen dafür, dass sich etwas verändert. Piero Manzano wird klar, dass die Welt in den nächsten Monaten auf eine gigantische Krise zusteuert. Sowohl wirtschaftlich als auch klimatisch.

Dass sich plötzlich etwas drastisch verändert, merkt Piero Manzano – bereits bekannt aus „Blackout“ – mit Hilfe seiner ausgeklügelten KI namens Vysion. Diese schlägt nach dem Angriff des Riesenkalmars Alarm. Grund dafür ist das Ausbleiben des Phytoplanktons – eines wichtigen Nahrungsmittels unzähliger Meeresbewohner – und das gleich an mehreren Orten der Erde. Was folgt, ist nicht nur ein Massensterben der Fische, die kurz darauf allesamt an der Oberfläche treiben, sondern auch ein Aufstand der Fischer, denn ihre wichtigste Einkommensquelle fehlt damit.

Gleichzeitig geht die Fruchtbarkeit der Böden im Amazonas zurück, was bedeutet, dass Soja, das als eines der wichtigsten Futtermittel für die Massentierhaltung gilt, nur noch schwer angebaut werden kann. Die Konsequenz sind enorme Supermarktpreise und Bauern, die ihre Tiere zwangsschlachten müssen, da sie sie nicht mehr füttern können.

Manzanos KI Vysion prognostiziert daraufhin das Unfassbare: 159 Tage bis zum absoluten Kollaps. Gemeinsam mit dem Influencer Linus Strand und der Meeresbiologin Sarah Keller macht er die Nachricht öffentlich. Und sie alle damit zur Zielscheibe.

Marc Elsberg überzeugt wieder

Auch mit seinem neusten Buch „Eden – Wenn das Sterben beginnt“ hinterlässt der österreichische Autor Marc Elsberg wieder ordentlich Eindruck. Schon mit früheren Werken wie Blackout, Der Fall des Präsidenten oder Celsius zeigte Elsberg, dass er besonders eines kann, nämlich sich intensiv mit den Hintergründen seiner Werke auseinanderzusetzen.

Auch in Eden bekommen wir einen anspruchsvollen Thriller im Stile des Head-Hopping und kurzer Kapitel, dessen gefährliches Szenario sich durchaus im Rahmen des Möglichen befindet. Marc Elsberg liefert wieder ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern vor allem zum Nachdenken anregt.

Fazit

Eden ist endlich wieder ein Buch, bei dem es mir schwerfiel, es wegzulegen. Ein Gefühl, das ich viel zu lange nicht mehr hatte. Von der ersten Seite an packte mich die Geschichte und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Teilweise fühlte es sich sogar so an, einen Blick in eine sehr unangenehme nahe Zukunft zu werfen. Gleichzeitig zur spannenden Geschichte bietet das Buch auch gut geschriebene Charaktere, die sich gegenseitig hervorragend ergänzen. „Eden – wenn das Sterben beginnt“ von Marc Elsberg ist für mich wahrscheinlich jetzt schon die Empfehlung des Jahres.

Eden

von Marc Elsberg

Blanvalet Verlag
768 Seiten, Deutsch, Hardcover

28,– €
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