Mother’s Cake: ein kurzweiliger Trip
Tiroler Gemütlichkeit trifft Psychedelic Rock. So könnte man das Gastspiel von Mother’s Cake am Freitagabend im Posthof zusammenfassen. Ein gelungener Konzertabend.
Sie gehören wohl aktuell zu den mit erfolgreichsten Aushängeschildern der heimischen Musikszene: Mother’s Cake. Das Tiroler Quartett hat sich dem Psychedelic-Rock verschrieben und sich in den letzten Jahren nicht nur national den Ruf einer hervorragenden Live-Band erspielt. Knapp 250 Leute waren es im kleinen Saal des Posthof Linz, die nicht zu Fit For A King, sondern zu Mother’s Cake gepiltgert waren. Sie sollten nicht enttäuscht werden.
Denn hier trifft man die Band fünf Minuten vor dem Gig auch noch gemütlich bei einem gekühlten Gerstensaft sitzend. Als ob eh quasi noch ewig Zeit wäre, bis das Konzert beginnen soll. Spoiler: gab es nicht. Denn Support war keiner mit auf der Stage, und knapp nach 20 Uhr ging es dann auch fast pünktlich auf die Posthofbühne.
Was folgt, sind um die zwei Stunden feinste Unterhaltung, nicht nur mit ihrem aktuellsten Album Ultrabliss, das natürlich prominent auf der Setlist vertreten ist. Anfangs noch verhalten, wird mit Fortdauer des Gigs auch der Enthusiasmus für Moshpits annehmbar. Hat wohl ein bisserl gedauert, bis hier der (warme!) Saal auf Betriebstemperatur gekommen ist.
Mother’s Cake sind eine dieser Bands, die wir ins musikalische Herz geschlossen haben. Hier wird ehrliche Spielfreude on stage vor vorgedruckte Setlists gesetzt, genretypisch dauert ein Lied dann auch mal länger als üblich und Zwischenansagen dienen eher der Auflockerung als der Unterbrechung. Eine Band, die live vieles richtig macht und die sehr gut in den kleinen Saal des Posthofes passt. Ein Saal, der unserer Meinung nach gerne öfter bespielt werden dürfte, gerne auch wieder von Mother’s Cake. Bitte dann mit neuer Platte, die sich gut zu den bisherigen im Regal macht!
Foto: Christoph Leeb