1 2 3 Film frei
Nachdem letztes Jahr das Programm für die ganz Kleinen ein Erfolg war, wurden auch dieses Jahr wieder Kinder ab vier Jahren ins Kino eingeladen. Am Sonntag gab es extra eine für das junge Publikum ausgerichtete Vorstellung von sechs animierten Kurzfilmen. Für Subtext waren die Schwestern Frida und Franzi wieder dabei.
Im großen Kinosaal des Movie 1 hörte man am Sonntagnachmittag lautes Kindergequatsche. Aufgeregt rutschten die Zwerge auf ihren Sitzerhöhungen herum und warteten, bis es losging. Sabine Gebetsroiter begrüßte ihr junges Publikum und reichte schließlich das Wort weiter an Melanie de Jong. „Wer war denn von euch schon mal im Kino?“ Viele kleine Hände schossen in die Höhe. Zugeschnitten für Kinder eher unter 8 Jahren führte Melanie durch die Vorstellung, mit kurzen Einleitungen zu jedem Film und ein bisschen interaktivem Spaß.

Kuschelig
Sehr unterschiedlich in Stil und Erzählart kamen die meisten bei dem jungen Publikum auch gut an. Besonders schön war gleich der erste Kurzfilm „Volles Nest“ von Elena Walf. Ein kleines Eichhörnchen sammelt bei kaltem Regenwetter viele warme, kuschelige Dinge, wie Socken oder Dämmwolle, doch als ein nicht enden wollender Haufen frierender Mäuse auftauchte, teilt das Eichhörnchen alles, was es hat, um sich am Ende zu den Mäusen zu kuscheln und den Regen abzuwarten. Nicht nur die nette Geschichte, vor allem aber der entzückende Zeichenstil begeisterten die Erwachsenen wie die Kinder.
ungebetener Gast
Besonders viel gelacht wurde bei „Vor meiner Tür auf der Matte“ von Antje Heyn. In Reimen erzählt uns ein kleiner Mann von seinem Problem: Jeden Tag steht eine blonde Ratte auf seiner Matte. Die stört ihn bei allem, was er in Ruhe machen will. Doch als sie einmal nicht da ist, fühlt sich sein Zuhause plötzlich leer und traurig an. Da ist er dann froh, als die Ratte wieder auftaucht.
Meinung der fast Kleinen
Ich habe das viele Reden langweilig gefunden. Das war eher für die kleinen Kinder, oder? Aber die Filme waren lustig. Vor allem der mit den Capybaras („Los Carpinchos“ von Alfredo Soderguit). Im Film haben die neben den Hühnern im Wasser gewohnt. Aber die haben sich nicht gemocht. Erst das kleinste Capybara und das Küken haben sich verstanden. Und wie der Bauer dann alle erschießen will, helfen die Capybaras den Hühnern. Am Ende sind alle dann bei Schafen. Ja, der war lustig. Und der mit der Ratte auch. Vielleicht gibt es nächstes Jahr einen Film für große Kinder. (Franzi, 9 Jahre)
Mir hat auch der mit den Capybaras am besten gefallen. Die waren so süß! Und der erste mit dem Eichhörnchen und den Mäusen. Ich hätte das viele Reden auch nicht gebraucht, aber den Kindern hinter mir hat das schon gefallen. Die haben voll viel hineingerufen bei den Fragen. Aber wir waren ja auch schon öfters im Kino. Vielleicht gibt es ja nächstes Jahr einen ganzen Film. Am liebsten über Tiere. Was mit Biologie oder so … (Frida, 11 Jahre)
Fazit
Wo sich aber beide einig waren: Lustig war der Kinobesuch auf jeden Fall. Da schmeckte die große Kugel Eis am OK-Platz danach auch noch besonders gut. Und für alle Kinder, die noch auf ihren ersten Kinobesuch warten, ist das mini YAAAS!-Programm sicher ein guter Start.

filmfestival linz
28 april – 03 mai 2026
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