Japanisches essen
Foto: unsplash

Meine japanische Küche

Mit seinem Buch zeigt Stevan Paul, dass die japanische Küche viel mehr kann als Sushi und Ramen. Zwischen persönlichen Reisegeschichten und alltagstauglichen Rezepten macht das Buch Lust, Neues auszuprobieren und den Küchenalltag abwechslungsreicher zu gestalten.

Jeden Abend der selbe Trott: Selbst wenn man was aus anderen Kulturkreisen kochen möchte, landet man am Ende immer bei den gleichen fünf eingedeutschten Currys. Stevan Paul ist ehemaliger Koch der Sterneküche und jetzt freier Journalist und Autor zahlreicher Kochbücher und Betreiber eines der größten deutschen Food-Blogs. Er erzählt in seinem Buch „Meine japanische Küche für jeden Tag“, wie er sich im Urlaub erneut in Japans Küche verliebte. Er nimmt uns mit auf eine kulinarische Reise durch eine Länderküche, die zu Recht Teil des Weltkulturerbes ist.

Nach einer sympathischen Einleitung folgt eine ausführliche Warenkunde. Paul erklärt nicht nur die essenziellen Zutaten der japanischen Küche (Miso, Shoyu, Togarashi und mehr). Er zeigt auch Alternativen und Möglichkeiten zum Selbermachen. Danach gliedert sich das Buch in große Kapitel, die die Grundpfeiler der japanischen Küche näherbringen.

Aromatisch, vielschichtig, energetisch

Dashi & Ramen, Tempura, Familienküche und wie sollte es auch anders sein, Sushi und Sashimi. Jedes der Kapitel wird mit einer Doppelseite voller Eindrücke in Schrift und Bild eingeleitet, in der Paul zum einen Grundlegendes über Kultur und Zubereitung, als auch persönliche Erfahrungen von seinen Japanreisen einfließen lässt. Bei den eigenen Kreationen ist von spannender Fusion, wie einem japanisch inspirierten Rindfleischsalat aus rosa gegartem Roastbeef, bis mutig alles zu finden. Ob man statt dem originalen Dashi das Ersatzrezept aus Dosen-Sardellen und Sojasauce wirklich verwenden möchte, ist dann der Hobbyköch*in selbst überlassen.

Zum Abschluss des Buches gibt es ein kurzes Kapitel über Süßes. Das wirkt im ansonsten so umfangreichen Buch mit nur sieben eher klassischen Rezepten etwas knapp geraten. Hier wäre sicher noch Spielraum gewesen, den Leser*innen etwas mehr zu bieten. Bevor das Buch schließlich zum Register übergeht, folgt noch eine kurze Warenkunde – diesmal über Alkohol in der kulinarischen Landschaft Japans.

Das Buch ist schön aufbereitet und gut zu lesen. Die Gerichte sind wunderschön in Szene gesetzt und machen Lust, das gesamte Buch durchzukochen. Auch die Holzoptik ist sehr gelungen und wirkt hochwertig.

Fazit

Stevan Paul schreibt im Vorwort, sein Ziel sei ein Japan-Kochbuch, das zeigt, wie unkompliziert, machbar und alltagstauglich die japanische Küche sein kann. Misst man das Buch an diesem Anspruch, gelingt ihm das überzeugend.


Meine japanische Küche

von Stevan Paul

Hölker Verlag
224 Seiten, Deutsch, gebundene Ausgabe

€ 32,00 – jetzt bestellen


Disclaimer: Wir bekommen für die Artikel keine Bezahlung und verdienen auch nichts an Affiliate-Links. Aber wir unterstützen gerne den lokalen Buchhandel und empfehlen, nicht bei Amazon zu kaufen.