Acoustic Lakeside
Foto: Fabian Schwarzinger

20 Jahre Lakeside Liebe

Ein Jubiläum voller Musik, Begegnungen und unvergesslicher Momente. Vom ersten Wiedersehen am Campingplatz bis zu Gänsehautmomenten im Regen: Das Acoustic Lakeside Festival am Sonnegger See bleibt ein Ort, an dem sich Künstler und Publikum auf besondere Weise begegnen.

„Und, hast du schon jemanden Bekannten getroffen?“ – die Frage meiner Mutter beim kurzen Telefonat am Parkplatz war natürlich vollkommen berechtigt. Als pflichtbewusste Mutter wollte sie natürlich wissen, ob man schon bekannte Gesichter entdeckt hat. Noch während des Gesprächs verneinte ich die Frage. Fünf Minuten später folgte die erste herzliche Umarmung mit Menschen, die man vor über zwölf Jahren am Acoustic Lakeside kennengelernt hatte. Es wurde gelacht, gedrückt und natürlich sofort ausgetauscht, was sich in der Zwischenzeit alles getan hat.

Ankommen am Acoustic Lakeside ist immer besonders

Genau das macht dieses Festival aus. Das Acoustic Lakeside feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen und auch subtext ist seit 2011 regelmäßig dabei. Jahr für Jahr dürfen wir von diesem besonderen Festival berichten – von der Musik, den Menschen und den vielen kleinen Momenten, die diesen Ort so einzigartig machen. Das Betreten des Festivalgeländes fühlt sich mittlerweile ein bisschen wie Heimkommen an.

Das Jubiläum war heuer aber nicht der einzige Grund zum Feiern. Auch der gewonnene Rechtsstreit mit der Finanzpolizei sorgte für Freude. Der Erfolg ist nicht nur für den Kulturverein hinter dem Acoustic Lakeside von großer Bedeutung, sondern stellt auch einen wichtigen Präzedenzfall für zahlreiche andere Kulturvereine in Österreich dar. Er zeigt, welchen gesellschaftlichen Wert ehrenamtlich organisierte Kulturarbeit hat und wie professionell diese umgesetzt werden kann.

Wie viel Herzblut in diesem Festival steckt, wurde auch heuer wieder durch die zahlreichen freiwilligen Helfer sichtbar. Mit unglaublicher Liebe zum Detail schaffen sie jedes Jahr einen Ort, an dem sich Besucher, Musiker und das gesamte Team willkommen fühlen.

Donnerstag

Nach dem kurzen Telefonat mit der Mutter ging es direkt hinein ins Getümmel. Der Campingplatz war bereits gut gefüllt und die ersten bekannten Gesichter ließen nicht lange auf sich warten. Überall herzliche Begrüßungen, Wiedersehen und dieses ganz spezielle Lakeside-Gefühl, das sich schwer erklären lässt, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Den musikalischen Auftakt machten LEBER aus Linz. Bereits vor ihrem ersten Song „Femizid“ wurde ein Zitat des Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Dirk Peglow, eingespielt. Die Aussage über das Risiko von Gewalt in Beziehungen sorgte im April für Diskussionen und machte spätestens zu diesem Zeitpunkt klar, welche Haltung die Band vertritt. Wer danach noch Fragen hatte, musste nur genau auf die Texte hören: 15 Songs voller Punk-Energie, Wut und gesellschaftlicher Beobachtung folgten.

Eines haben alle LEBER-Konzerte gemeinsam: Die Band gibt ab dem ersten Ton alles. Es macht unglaublich viel Spaß zuzusehen, wie viel Energie von der Bühne kommt. Die 2022 gegründete Linzer Formation bewegt sich irgendwo zwischen Riot-Grrrl, Post-Punk und Synth-Punk. Ihr Debütalbum „Es reicht!“ beschäftigt sich mit Themen wie Sexismus, Schönheitsidealen, Feminismus und gesellschaftlichen Missständen – und genau diese Haltung wurde auch live spürbar.

Lautstark weitertanzen

Für EFEU begann der Auftritt hingegen etwas holpriger – zumindest was die Anreise betrifft. Mitten auf der Strecke gab der Tourbus den Geist auf und die Band musste kurzerhand von der Lakeside-Crew abgeholt werden. Dadurch verschob sich der Zeitplan ein wenig und das Publikum bekam zusätzlich noch den Soundcheck zu hören. Auch dieser wurde im bereits gut gefüllten Zelt begeistert aufgenommen.

EFEU haben sich in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Fangemeinschaft erspielt und sind aus der österreichischen Musiklandschaft kaum noch wegzudenken. Besonders mit ihrem eigenen EFEU-Fest haben sie sich einen Namen gemacht. Diese Mischung aus Offenheit, DIY-Spirit und gemeinsamer Energie war auch am Acoustic Lakeside sofort spürbar.

Vom ersten Song an sprang der Funke über. Die Band steht für die neue Generation österreichischer Indie-Musik: auffällige Texte, ein sympathischer Umgang mit dem Publikum und eine große Portion Charme. Spätestens bei „Feuerwehr > Polizei“ war klar, dass EFEU nicht nur ihre eigene Fanbase mitgebracht hatten – das gesamte Festivalpublikum war längst Teil davon.

Im Bass vernebelt

Der Name Uche Yara war in den vergangenen Monaten wohl kaum zu überhören. Neben ihrer Rolle als neue Gitarristin von Bilderbuch hat sie sich längst auch als Solokünstlerin einen Namen gemacht. Dabei verbindet uns mit dem Acoustic Lakeside bereits eine kleine Geschichte: 2023 durften wir sie auf der kleinen Bühne erleben – damals noch in einer sehr intimen Atmosphäre.

Heuer war von dieser Zurückhaltung wenig übrig. Stattdessen überzeugte Uche Yara mit gewaltigen Bässen, enormer Bühnenenergie und einer Präsenz, die den gesamten Raum einnahm. Ihre Freude darüber, wieder am Lakeside zu sein, war spürbar und auch die Interaktion mit dem tanzenden Publikum funktionierte vom ersten Moment an.

Mit ihrer Debüt-EP „Golden Days“ und Songs wie „Sasha (wake up!)“ hat sie endgültig bewiesen, dass sie zu den spannendsten Talenten der österreichischen Musikszene gehört. Auch neue Songs wie „Hello Hello“ zeigen, wohin die Reise gehen könnte. Wir sind jedenfalls gespannt, welche Wege dieses außergewöhnliche Talent noch einschlagen wird.

Im Partyzelt ging es danach mit den Guest Room DJs weiter. Zahlreiche Indie-Hits sorgten dafür, dass der erste Festivaltag nicht langsam ausklang, sondern tanzend weiterging.

Freitag

In der Woche vor dem Festival wurde wohl öfter als sonst der Wetterbericht kontrolliert. Die Prognosen versprachen ein Wochenende voller Regen – und dementsprechend vorsichtig wurden die Erwartungen. Die Badesachen wurden aber trotz allem optimistisch eingepackt. Zum Glück sollte sich dieser Optimismus zumindest am Freitag auszahlen: Die dunklen Regenwolken zogen am Sonneggersee vorbei und machten Platz für einen perfekten Festivaltag.

Neben dem musikalischen Programm bot das Acoustic Lakeside auch heuer wieder zahlreiche Side-Events, die zum Mitmachen einluden. Von Kräuterwanderungen über Aqualates bis hin zur Kinderbetreuung wurde einmal mehr deutlich, dass das Festival nicht nur aus Bühnen und Konzerten besteht. Es ist vielmehr ein gemeinsames Wochenende, bei dem auch zwischen den Auftritten viel passiert.

Ein herzliches Wiedersehen mit Leeta

Abgekühlt vom See ging es am Nachmittag mit der ersten Band auf der kleinen Campfire-Stage los. Haben wir uns beim Noppen Air Warm Up schon ein kleines bisschen in Leeta verliebt? Vielleicht. Nach ihrem Auftritt am Lakeside können wir diese Liebe jedenfalls bestätigen.

Für die Band war es der erste Festivalauftritt – und eigentlich fast zu schade, um „nur“ die Eröffnung der Campfire Stage zu sein. Sie präsentieren einen Sound zwischen Indie-Pop, Alternative und elektronischen Einflüssen. Besonders auffällig waren dabei die mehrstimmigen Gesänge und die Detailverliebtheit ihrer Songs. Zu viert wurde es auf der kleinen Bühne zwar fast ein bisschen eng, der Energie tat das aber keinen Abbruch.

Auch optisch blieb der Auftritt in Erinnerung: Trotz der sommerlichen Temperaturen wurde das typische Leeta-Makeup konsequent getragen – ein Detail, das genauso zum Gesamtkonzept passt wie ihre melancholischen, aber gleichzeitig kraftvollen Songs. Die ersten Singalongs des Tages ließen nicht lange auf sich warten und am Ende waren auch die lauten Zugaberufe aus dem Publikum eindeutig.

Ein kleiner Lakeside-Moment abseits der Bühne zeigte dann noch einmal, was dieses Festival besonders macht: Eine Besucherin kam zum Merchstand und zeigte der Band eine selbst gezeichnete Illustration ihres Auftritts. Kleine Begegnungen wie diese passieren wahrscheinlich nur bei Festivals, die so nahbar geblieben sind.

Weiter ging es mit ROBA, die ebenfalls auf der Campfire-Stage für gute Stimmung sorgten. Schon der Auftritt selbst war ein kleines Statement: Mit Prosecco auf der Bühne und einem Intro, das die Stimmung direkt vorgab, startete die Band in ihr Set. Der Keyboarder wirkte dabei ein bisschen, als wäre er geradewegs mit dem DeLorean aus den 80ern angekommen – stilistisch irgendwo zwischen Retro-Vibes und moderner Popästhetik.

Prosecco für alle

ROBA sind absolute Lebemenschen auf der Bühne. Ihre direkten, deutschsprachigen Texte und die positive Energie der Band übertragen sich sofort auf das Publikum. Als hätten sie vor dem Auftritt drei Kaffee zu viel getrunken – im besten Sinne. Ihr Sound bewegt sich zwischen modernem Deutschpop, Indie und einer Prise Italo-Pop der 70er- und 80er-Jahre.

Besonders sympathisch ist dabei, dass die Band ihre Musik nicht unnötig kompliziert macht: Es geht um eingängige Melodien, gute Stimmung und Songs, die direkt funktionieren. Perfekt für einen Nachmittag am See und genau passend für die Atmosphäre des Acoustic Lakeside.

Mit Hana Fatur folgte anschließend ein weiterer dieser typischen Acoustic-Lakeside-Momente: eine kleine Bühne, ein aufmerksames Publikum und eine Künstlerin, die mit wenigen Mitteln eine große Atmosphäre erzeugt. Die junge Musikerin steht für modernen Indie-Pop mit einer sehr persönlichen Note und verbindet intime Texte mit einer warmen, unmittelbaren Klangwelt.

Gerade auf der Campfire-Stage funktioniert diese Art von Musik besonders gut. Während rundherum der Festivalalltag weiterläuft, entsteht vor der kleinen Bühne eine ganz eigene Stimmung. Hana Fatur überzeugte dabei vor allem durch ihre Stimme und die ehrliche Art, mit der sie ihre Songs präsentierte. Keine große Inszenierung, sondern Nähe und Authentizität – genau jene Mischung, die Konzerte oft so einzigartig macht.

Skinny Dipping am Lakeside

Mit Jo the Man the Music folgte anschließend eine Musikerin, die perfekt zum Acoustic Lakeside passt: ehrlich, eigenständig und mit einer großen Liebe zum Detail. Zwischen Soul, Funk, Pop und Indie bewegt sich ihr Sound irgendwo zwischen entspanntem Groove und großen Melodien. Für sie war der Festivalauftritt am Lakeside etwas Besonderes – und das spürte man auch.

Mit Cowboyhut und einer großen Portion Bühnenpräsenz sorgte sie für einen der angenehmsten Momente des Tages. Ihre Musik funktioniert nicht über große Effekte, sondern über Atmosphäre, Persönlichkeit und das Gefühl, dass hier jemand wirklich etwas zu erzählen hat.

Mit Luisa Schweig zeigte anschließend eine weitere junge Musikerin, warum die österreichische Nachwuchsszene derzeit so spannend ist. Bereits mit 14 schrieb sie ihre ersten Songs über Herzschmerz, mit 17 steht sie nun so selbstverständlich auf der Bühne, dass manch deutlich größere Acts davon lernen könnten.

Wiener Tauben als Dauerohrwurm

Gemeinsam mit ihren DJs zeigte sie eine beeindruckende Sicherheit im Umgang mit dem Publikum. Durch ihre FM4-Airplay-Präsenz waren viele Besucher bereits textsicher und sangen begeistert mit. Besonders schön: Zwei der drei Musikerinnen verbindet bereits eine lange gemeinsame musikalische Geschichte – und genau diese Vertrautheit war auch auf der Bühne spürbar.

Luisa Schweig steht für modernen österreichischen Pop mit persönlichen Texten und einer großen Portion Ehrlichkeit. Ein weiterer Beweis dafür, dass die heimische Musiklandschaft gerade von einer neuen Generation spannender Künstler geprägt wird. Besonders freut es uns, dass wir sie am Rock im Dorf schon bald wieder live erleben dürfen. Bis dorthin begleitet und der Ohrwurm.

Mit Betterov wurde es am Freitagabend besonders stimmungsvoll. Wer seine Musik kennt, weiß, dass zwischen Indie-Rock, Post-Punk und deutschsprachigem Songwriting oft eine gewisse Schwere liegt. Am Acoustic Lakeside zeigte Manuel Bittorf aber eine ganz andere Facette seiner Songs: reduziert, intim und perfekt passend für diesen besonderen Ort am See.

Akustik wie es sein soll

Statt einer großen Bandbesetzung setzte Betterov auf eine abgespeckte Akustikversion mit Klavier, Bass und Saxofon beziehungsweise Klarinette. Genau diese Zurückhaltung verlieh den Songs eine neue Tiefe. Die Sundowner-Stimmung am Sonneggersee tat ihr Übriges – während langsam die Sonne verschwand, wurde aus dem Konzert beinahe ein gemeinsames musikalisches Innehalten. Zwischen Mitsingen, Schunkeln und andächtigem Zuhören entstand eine Atmosphäre, die man bei großen Festivalauftritten nur selten erlebt.

Inhaltlich blieb Betterov seinem großen Themenkosmos treu: Aufwachsen, Identität, Herkunft und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Besonders seine Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit wurde spürbar, unter anderem bei den Songs rund um den 17. Juli. Auch sein Podcast-Projekt „Flucht“ und die damit verbundene Beschäftigung mit Geschichte und persönlichen Schicksalen spiegeln diese intensive Auseinandersetzung wider.

Ein besonderer Gänsehautmoment folgte bei „Mein Leben ist monoton“. Die reduzierte Instrumentierung und die Nähe zum Publikum verstärkten die emotionale Wirkung des Songs noch einmal deutlich. Auch die zweistimmigen Passagen gemeinsam mit einer Sängerin sorgten für besondere Momente und zeigten eine weitere Facette der Songs.

Immer wieder betonte Betterov, wie gern er am Acoustic Lakeside spielt – und diese Wertschätzung beruhte eindeutig auf Gegenseitigkeit. Spätestens bei „Dussmann“ war klar: Diese Akustikversion sollte eigentlich fixer Bestandteil jedes zukünftigen Sets werden. Das Publikum sang lautstark mit und belohnte den Auftritt mit dem bis dahin wohl lautesten Applaus des Abends.

Mit „Schlaf gut“ verabschiedete sich Betterov schließlich von der Bühne – ein passender, ruhiger Abschluss eines Konzerts, das eigentlich viel zu früh endete. Denn während die letzten Töne verklangen, war das Festival noch lange nicht müde. Im Gegenteil: Der Acoustic Lakeside-Abend war gerade erst richtig wach geworden.

Und natürlich durfte auch die erste Zugabe des Tages nicht fehlen. Mit „Platz am Fenster“ kehrte Betterov noch einmal zurück und schenkte dem Publikum einen letzten besonderen Moment.

Lagerfeuer-Stimmung

Mit Laurenz Nikolaus folgte einer dieser Acts, bei denen man sich freut, die Entwicklung von Anfang an ein Stück weit mitverfolgen zu dürfen. Schon bei den letzten Begegnungen – unter anderem beim Styrian Sounds und beim Noppen Air – hat uns der junge Musiker mit seiner charmanten Art, seiner Energie und seinen eingängigen Songs komplett überzeugt.

Am Acoustic Lakeside bestätigte sich dieser Eindruck einmal mehr. Laurenz Nikolaus schafft es, eine besondere Nähe zum Publikum aufzubauen, ohne dabei auf große Gesten angewiesen zu sein. Seine Songs bewegen sich irgendwo zwischen Austropop-Tradition, Indie und moderner Singer-Songwriter-Musik – mit Texten, die persönlich wirken und trotzdem viele Menschen erreichen.

Mit Songs wie „Annemarie“ oder „Der Teufel tanzt im Volksgarten“ zeigte Laurenz Nikolaus einmal mehr, warum seine Musik so schnell im Kopf bleibt. Seine Mischung aus Austropop-Tradition, Indie und persönlichem Storytelling funktioniert besonders gut live. Auch neue Songs durften nicht fehlen: Ein bisher unveröffentlichtes Lied vom kommenden Album wurde am Acoustic Lakeside erstmals präsentiert. Das Album entsteht gerade – passend zum Festivalzeitpunkt mitten im Sommer – und soll im Herbst erscheinen.

Besonders schön waren die vielen kleinen Momente rund um die Musik. Bei „Du bist wie“ und der Zeile „i will die net verlieren“ wurde laut mitgesungen, während sich vor der Bühne längst eine dicht gefüllte Wiese gebildet hatte. Kinder hielten selbstgebastelte Schilder in die Höhe und das Publikum rückte zusammen. Spätestens bei „Malediven“ gab es kein Halten mehr. Alle Hände gingen nach oben, es wurde geklatscht, gesungen und ausgelassen gefeiert.

Zum Abschluss folgte noch ein echtes Lakeside-Bild: Beim letzten Song entstand eine große Schunkelwelle über die gesamte Wiese. Ein Moment, der vielleicht schwer zu planen ist, aber genau deshalb so perfekt zu diesem Festival passt. Auch hier freuen wir uns schon auf das Rock im Dorf.

Mit Wallis Bird folgte einer jener Auftritte, die man nicht einfach nur sieht, sondern erlebt. Wer sie einmal live erlebt hat, kennt den sogenannten Wallis-Bird-Effekt: Man steht vor der Bühne, hört die ersten Töne und ist vom ersten Moment an Fan. Auch am Acoustic Lakeside dauerte es nicht lange, bis diese besondere Energie auf das Publikum übersprang.

Schon der Beginn war außergewöhnlich. Das erste Lied bestand ausschließlich aus ihrer Stimme – reduziert, direkt und völlig ohne Ablenkung. Danach entwickelte sich der Auftritt Schritt für Schritt zu einer Mischung aus Folk, Pop und dem, was Wallis Bird selbst wohl am ehesten als „Folk-Techno-Dingsbumms“ bezeichnen würde. Ihre Gitarre wurde dabei zum eigenen Rhythmusinstrument: Mit den Stahlsaiten erzeugt sie Sounds, die irgendwo zwischen Percussion, elektronischen Beats und klassischem Songwriting liegen.

Man kann Wallis Bird nicht einfach nur zuhören – man wird Teil davon.

Die geliebte Gitarre wurde zum Stimmen kurzerhand durch die Menschenmenge getragen – ein kleiner Ausflug mitten durchs Publikum. Zwischendurch zeigte sie aber auch ihre ruhigere Seite und bewies, dass ihre Stimme auch in den leisen Momenten besonders beeindruckend ist.

Immer wieder suchte sie den direkten Kontakt zum Publikum. Gemeinsam wurde gesungen, gesummt und geklatscht. Mit viel Humor kündigte sie einen Song mit den Worten „Der nächste Song ist der Hammer“ an und hielt dieses Versprechen natürlich auch ein. Dass große gemeinsame Mitsingmomente funktionieren, obwohl sie selbst früher eher skeptisch gegenüber solchen Augenblicken war, zeigte sie eindrucksvoll.

Ein besonderer Gänsehautmoment war der letzte Song, wo sie gemeinsam mit ihrer Tourbegleitung Tracy K. und Aiden Floating Home einen Song performte – ruhig und wunderschön.

Sonnenuntergang wie er sein soll

Auch Alice Phoebe Lou stand ursprünglich unter anderen Voraussetzungen am Acoustic Lakeside. Eigentlich wäre sie gemeinsam mit ihrer Band angereist, doch dieser Plan ließ sich nicht umsetzen. So wurde aus dem geplanten Bandauftritt ein Solo-Konzert – eine Situation, die auch für die Musikerin selbst ungewohnt war. Schon länger hatte sie kein komplettes Solo-Set mehr gespielt und erzählte offen, dass sie Respekt davor hatte, die Bühne ganz alleine zu füllen.

Diese Sorge war allerdings völlig unbegründet. Vom ersten Moment an entstand eine besondere Nähe zwischen ihr und dem Publikum. Vielleicht lag genau darin die Stärke dieses Auftritts: keine große Produktion, keine Distanz, sondern nur Stimme, Songs und die gemeinsame Atmosphäre am See.

Alice Phoebe Lou, die ihre Karriere einst als Straßenmusikerin in Berlin begann, hat sich ihren eigenen Weg abseits klassischer Musikindustrie-Strukturen aufgebaut. Diese Unabhängigkeit spürt man auch live. Ihre Songs zwischen Indie-Folk, Art-Pop und Soul wirken persönlich und frei.

Mit einem Augenzwinkern meinte sie irgendwann, dass sie früher Mitsing-Momente eher „cheesy“ gefunden hätte – mittlerweile sei sie aber komplett dabei. Und genau dieses Gefühl entstand auch am Lakeside: Ein gemeinsames Singen, das nicht kitschig wirkte, sondern ehrlich und verbindend.

Orchester zum Jubiläum

Zum Abschluss des Freitags wurde es noch einmal besonders imposant: Cari Cari feierten ihr Jubiläum mit einem außergewöhnlichen Konzertformat. Das Duo rund um Stephanie Widmer und Alexander Köck erweiterte seinen charakteristischen Sound um zusätzliche Musiker und präsentierte ein Set, das deutlich größer gedacht war als ein gewöhnlicher Festivalauftritt.

Mit dem Acoustic Lakeside Ensemble und einem Männerchor wurde bereits mehrere Tage vor dem Festival gemeinsam für diesen besonderen Auftritt geprobt. Natürlich verlief auch dieser besondere Abend nicht völlig ohne kleine Herausforderungen. Technische Probleme wurden von der Band aber charmant überspielt und gehörten fast schon zum Live-Erlebnis dazu. Das Orchester hätte musikalisch vielleicht noch stärker eingebunden werden können, trotzdem verlieh es den Songs eine beeindruckende Größe. Besonders schön war auch der Moment, als zusätzlich ein Männerchor auf die Bühne geholt wurde.

Für Cari Cari war dieser Auftritt auch eine kleine Reise zurück zu ihren Anfängen: 2017 spielte das Duo noch auf der Campfire Stage des Acoustic Lakeside. Heute stehen sie mit Orchester auf der großen Bühne – und trotzdem bleibt diese besondere Nähe erhalten.

Vielleicht ist genau das die größte Stärke des Festivals: Künstler können wachsen, größer werden und internationale Bühnen erobern – und trotzdem fühlt es sich am Sonneggersee noch immer so an, als würde man sie gemeinsam entdecken.

Samstag

Am letzten Festivaltag wurde noch einmal alles gegeben. Nach dem erfolgreichen Wetterglück am Freitag wurde mit einem vielleicht etwas zu großen Optimismus darauf gehofft, auch am Samstag vom Regen verschont zu bleiben. Spoiler: Es hat nicht ganz funktioniert. Aber vielleicht gehört genau das mittlerweile auch ein bisschen zum Acoustic Lakeside dazu. Ein klassischer Festivaltag am Sonneggersee bedeutet eben nicht nur Sonnenschein, sondern auch spontane Planänderungen, nasse Schuhe und Momente, über die man später noch lange spricht.

Sonnenbrand – darf man nicht zulassen

Gestartet wurde der Samstag mit dem Gösselsdorfer Trio, das kurzerhand für den ausgefallenen Live-Podcast einsprang und Jung und Alt mit seiner besonderen Mischung begeisterte. Danach durfte natürlich auch das Baden im See nicht fehlen – der Sonnenbrand wurde dabei nur knapp umschifft.

Auch das Rahmenprogramm durfte natürlich nicht fehlen. Neben den musikalischen Highlights gab es wieder zahlreiche Möglichkeiten zum Mitmachen und Entdecken.

Musikalisch ging es mit der Wiener Soul-Indie-Band Man Of Isle weiter. Der gitarrenorientierte Sound der fünf Musiker vereint Einflüsse aus unterschiedlichen Genres und lebt von den individuellen Erfahrungen der einzelnen Bandmitglieder. Trotz der frühen Uhrzeit starteten sie kraftvoll in den letzten Festivaltag und schafften es, das Publikum bereits am Nachmittag abzuholen.

Danach wechselte die Stimmung von der kleinen Bühne auf die große Bühne zu Tikkets. Die Indie-Folk-Band passte mit ihrem ruhigen, atmosphärischen Sound perfekt zum Acoustic Lakeside. Zwischen Folk, Americana und Indie angesiedelt, setzt die Band auf harmonische Gesänge und akustische Instrumente – unter anderem auf die Harfe. Die persönlichen Texte und die warme Atmosphäre ihrer Songs sorgten für einen entspannten Nachmittag am See.

Auch wenn die Band nicht in ihrer ursprünglichen Besetzung auftrat, gelang es ihnen, genau jene Stimmung zu erzeugen, die man sich für ein Festival wie das Acoustic Lakeside wünscht.

Von Neuentdeckungen und Wiedersehen

Komplett begeistert hat uns anschließend Mira Perusich. Die im Burgenland lebende Musikerin beweist eindrucksvoll, dass Sprachgrenzen in der Musik keine Rolle spielen müssen. In ihren Songs wechseln sich Kroatisch, Deutsch, Mundart und Englisch ab – immer getragen von ihrer außergewöhnlichen Stimme und den persönlichen Geschichten dahinter.

Für ihre mehrsprachigen Texte arbeitet sie teilweise auch mit anderen Musikern zusammen, unter anderem mit ihrem Vater bei den kroatischen Passagen. Diese persönliche Verbindung spürt man in jedem Song. Trotz der aufziehenden Regenfront und des immer dunkler werdenden Himmels blieb das Publikum gebannt vor der Bühne sitzen. Mira Perusich schafft diese besondere Nähe, die man bei Live-Konzerten nur selten erlebt. Und fast schien es, als würde auch das Wetter kurz innehalten wollen: Der Regen wartete tatsächlich bis zu den letzten Tönen ihres Sets.

Pünktlich zum Beginn von Steaming Satellites setzte der Regen dann aber endgültig ein. Für uns eigentlich der perfekte Moment, um eine Festivalvorsatz umzusetzen: einmal bewusst im Regen tanzen. Und die Salzburger Indie-Rock-Band lieferte dafür den perfekten Soundtrack. Sänger Max Borchardt ließ es sich nicht nehmen, selbst mitten ins Publikum zu kommen und gemeinsam mit den Besucher im Regen zu feiern. „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ wurde damit kurzerhand zum Motto des Konzerts.

Klassiker wie „How Dare You“ oder „Honey“ sorgten für ausgelassene Stimmung. Mit den Steaming Satellites verbindet uns bereits eine lange Festivalgeschichte. Das erste Mal durften wir die Band 2013 am Acoustic Lakeside erleben – damals noch mit einer legendären Strohschlacht vor der Bühne. Heuer wurde eben im Regen gefeiert. Beide Momente bleiben unvergessen. Mit der neuen Single „Pharao“ steigt außerdem die Vorfreude auf mehr neues Material. Denn eines ist sicher: Von dieser Band können wir noch lange nicht genug bekommen.

Der Himmel weint, das Publikum lauscht

Während der Regen immer stärker wurde, wurde der Auftritt von Billie Marten kurzerhand ins Partyzelt verlegt. Was für die intime Musik der britischen Singer-Songwriterin fast die perfekte Umgebung war. Mit ihrer warmen Stimme und ihrem filigranen Gitarrenspiel zog sie das Publikum sofort in ihren Bann. Ihre Songs erzählen von Natur, Beziehungen und persönlicher Entwicklung – Themen, die in dieser besonderen Atmosphäre noch intensiver wirkten.

Begeistern konnte auch die Berliner Band Dota rund um die Sängerin Dota Kehr. Manche kennen die Band vielleicht noch als Dota und die Stadtpiraten. Die Stimme der Sängerin erinnert entfernt etwas an Judith Holofernes (Sängerin von Wir sind Helden). Der Sound ebenso, nur wirkt es etwas kindlicher und familienfreundlicher. So ist es nicht verwunderlich, dass im Publikum vor allem junge Familien zu finden sind. Trotz des bekannten Songs „Für die Sterne“ stand das Konzert nicht unter guten Sternen. Die Technik gab wegen des Regens mehrmals den Geist auf, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Vielleicht gerade deswegen, weil das aktuelle Album „Der Regen“ heißt. Mit geballter Kraft samt „Springerinnen“ und mehreren gymnastischen Übungen wurde abgefeiert. Vor allem bei den Hits wie „Rennrad“ ging es komplett ab. Im Jänner ist die Band wieder in Wien zu Gast.

Wiener Schmäh in Kärnten

Auf der Campfire-Stage wurde es anschließend mit Voodoo Jürgens Texten deutlich weniger familienfreundlich – was die jüngeren Besucher in den ersten Reihen allerdings nicht störte. Vielleicht könnte man es auch als frühe musikalische Horizonterweiterung bezeichnen.

Ohne seine Band, die Ansa Panier, hat man den Herrn schon länger nicht mehr live erlebt. Er selbst meint kurz, dass er schon auch „a bissl nervös is, es san ja scho a paar Leit da“. Der Wiener Liedermacher David Öllerer bewies auch solo einmal mehr, warum er als einer der wichtigsten Vertreter des neuen Wiener Liedes gilt. Seine Geschichten zwischen den Songs sorgten für zahlreiche Lacher, während seine Musik von schwarzem Humor, Sozialkritik und Wiener Milieubeobachtungen lebt.

Als Alleinunterhalter mit Loopstation, verschiedenen Instrumenten und viel Improvisationstalent schuf er eine ganz besondere Lagerfeuer-Atmosphäre. Der Moment, als das Publikum bei „2l Eistee“ selbst Teil des Songs wurde und anschließend bei „Heite grob ma Tote aus“ lautstark mitsang, war trotz Regen ein echter Festivalmoment.

In der Einleitung sprachen wir von diesen außergewöhnlichen Lakeside-Momenten. Von jenen Augenblicken, bei denen man Gänsehaut bekommt, weil sie einfach wunderschön sind. Das gesamte Konzert von Kate Nash war genau so ein Moment.

Zu zweit betraten sie die Bühne: einmal Stimme, einmal Gitarre – mehr brauchte es nicht. Während der Regen in Strömen auf das Festivalgelände niederprasselte, entstand eine Atmosphäre, die man nur schwer beschreiben kann. Ähnlich wie zuvor Max Borchardt von den Steaming Satellites entschied sich auch Kate Nash kurzerhand, große Teile ihres Konzerts mitten im Publikum zu spielen. Sie lud die Menschen rund um sie ein, gemeinsam Musik zu machen, zu singen und diesen Moment miteinander zu teilen.

Können wir bitte für immer bleiben?

Die Scheinwerfer richtete sie dabei nicht auf sich selbst, sondern auf das Publikum. Denn genau diese Menschen vor ihr seien das Wichtigste, was sie sehen möchte. Und genau dieses Gefühl vermittelte sie auch: Man fühlte sich von Kate Nash wahrgenommen und als Teil des Konzerts. Mit ihrer offenen, warmen Art schaffte sie einen Safe Space, wie man ihn bei Konzerten nur selten erlebt.

Auch abseits der Bühne setzt sich Kate Nash seit Jahren für Themen wie Feminismus, Gleichberechtigung, mentale Gesundheit und die Förderung unabhängiger Künstler ein. Ihre Gedanken dazu verarbeitet sie unter anderem in Songs wie „GERM“. Dass sie trotz ihrer Bekanntheit bewusst unabhängig arbeitet und seit Jahren nicht mit Major-Labels zusammenarbeitet, ist gerade in dieser Größenordnung ein starkes Zeichen.

Das Spielen vieler alter Songs ihres Debütalbums „Made of Bricks“ machte diesen Abend schließlich perfekt. Komplett durchnässt, aber mit dem Gefühl, gerade bei einem ganz besonderen Moment dabei gewesen zu sein, ging es weiter zum nächsten Act.

Joshua Idehen hat uns sprichwörtlich komplett auseinandergepflückt und mit Liebe wieder zusammengesetzt. Auch in der Retrospektive ist es schwer zu beschreiben, was hier genau passiert ist. Der britische Spoken-Word-Künstler, Musiker und Autor hatte einige Probleme am Flughafen und kam deswegen erst verspätet am Festivalgelände an. Dadurch verschob sich der Zeitplan und Voodoo Jürgens spielte kurzerhand früher.

Aber kommen wir zurück zu dem, was am Samstag in Sittersdorf passiert ist. Es fühlte sich an, als wäre man mitten in eine Messe reingestolpert. Eine Messe, die sich nicht an einer der Weltreligionen orientiert, sondern einzig und allein auf Liebe und Rhythmus ausgerichtet ist. Selten haben wir eine solche Energiewelle bei einem Konzert erlebt – und dabei sprechen wir nicht einmal von der Nigerian Wave, die vom Publikum performt wurde.

You are good

Im Vorfeld hatten wir uns ein bisschen mit der Musik und Biografie von Joshua Idehen beschäftigt und immer wieder von seinen intensiven Live-Performances gelesen. Und ja: Er hat geliefert. Das Motto „Depression kann kein bewegliches Ziel treffen“ wurde ernst genommen und in die Tat umgesetzt. Es wurde getanzt, geschüttelt und sogar eine kleine Portion Pseudo-Zumba aufs Festivalgelände gebracht.

Relativ früh im Set schaffte er es, das Publikum miteinander zu verbinden. Inspiriert vom „Frieden sei mit dir“ in der Kirche entwickelte er seine ganz eigene Version dieses Moments. Ein ernstgemeintes „You are good“ und eine Umarmung später fühlten wir uns alle miteinander verbunden.

Joshua Idehen schlüpfte innerhalb dieses einstündigen Sets in viele verschiedene Rollen: den Messias, den linken Rebellen, die Friedenstaube, den Fitnesstrainer, den Crowdsurfer – und natürlich den unglaublich begabten Musiker und Geschichtenerzähler.

Uns bleibt nur zu sagen: Hell of a service.

Für viele war der Auftritt der Babyshambles am Acoustic Lakeside eines der Highlights des Festivals. Die britischen Indie-Rock-Ikonen rund um Pete Doherty bewiesen eindrucksvoll, warum sie auch mehr als 20 Jahre nach ihrer Gründung noch immer zu den prägenden Bands der 2000er-Jahre zählen. Von den ersten Takten an war klar: Das wird keine bloße Nostalgieshow. Doherty präsentierte sich stimmlich stark, bestens gelaunt und mit einer Spielfreude, die dem gesamten Set anzumerken war. Gemeinsam mit Gitarrist Mick Whitnall, der einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte, lieferte die Band ein energiegeladenes Konzert.

Eine Zeitreise, die sich besser anfühlte als jede Nostalgieshow

Mit Klassikern wie Fuck Forever, Albion oder Delivery verwandelte sich das Festivalgelände in eine große Indie-Party. Vor der Bühne wurde lautstark mitgesungen, getanzt und gepogt – für viele Fans fühlte sich der Abend an wie eine Reise zurück in die eigene Jugend. Die Songs haben nichts von ihrer Intensität verloren und treffen auch heute noch mitten ins Herz.

Auch die Chemie zwischen Band und Publikum stimmte. Doherty bedankte sich mit einem augenzwinkernden „You fuckin‘ Austrian bastards“ für die großartige Stimmung und erntete dafür begeisterten Applaus. Die Babyshambles zeigten am Sonnegger See eindrucksvoll, dass sie live noch immer eine Wucht sind – und lieferten eines der stärksten Konzerte des diesjährigen Acoustic Lakeside.

Mit dem deutschen Entertainer Mambo Kurt und den Vogal-DJs ging es dann im Zelt weiter – bis in die frühen Morgenstunden, so sagt man.

Fazit

20 Jahre Acoustic Lakeside bedeuten nicht nur zwei Jahrzehnte voller Musik. Es bedeutet Erinnerungen, Freundschaften, Regen im Gesicht, (bissi) Sonnenbrand, Grasflecken, Gänsehaut vor Bühnen und diese kleinen Momente, die man nicht planen kann. Genau deshalb fühlt sich die Rückkehr an den Sonneggersee jedes Jahr ein bisschen wie Heimkommen an.


Foto: Fabian Schwarzinger, Lisa Leeb

Konzerte - Filme - Bücher - Musik - Kunst // Sozialarbeiterin - Veranstalterin - Redakteurin - Fotografin