Chet Faker: Mit Soul durch den Mittwoch­abend

Vergangenen Mittwoch gastierte der australische Musiker Chet Faker im Linzer Posthof. Das oberösterreichische Duo Leyya eröffnete den Abend. Von Beginn an waren Musikgenuss und Seele baumeln lassen angesagt.

Der Auftritt des Supports Leyya begann allerdings etwas holprig. Aufgrund technischer Probleme waren die ersten Töne von Sängerin Sophie Lindinger nicht zu hören. Nachdem diese Hürde überwunden war, heizten Lindinger und Marco Kleebauer dem Publikum auf der Frischluftbühne jedoch ordentlich ein. Das Duo aus Eferding verbindet elektronische Klänge mit Indie-Pop und veröffentlichte 2024 sein Album Half Asleep.

Chet Faker ließ die Musik sprechen

Relativ unscheinbar betrat anschließend Chet Faker gemeinsam mit seiner Band die Frischluftbühne. Im Rahmen seiner A Love for Strangers-Tour machte der australische Sänger und Songwriter Halt im Linzer Posthof. Musikalisch bewegt sich der Künstler zwischen Future Beat, Hip-Hop, Funk, Electro und Modern Soul. Im Gepäck hatte er unter anderem Songs seines in diesem Jahr erschienenen Albums A Love for Strangers. Große Worte scheinen für den Wahl-New-Yorker überflüssig zu sein. Während seines Auftritts in Linz verzichtete der 38-Jährige nahezu vollständig auf Ansagen und ließ stattdessen seine Musik sprechen. Das kam beim Publikum bestens an. Wer die Konzertbesucher beobachtete, hatte den Eindruck, dass Chet Faker sie vom ersten Moment an mit seinen Soul-Klängen in seinen Bann zog.

Fazit

Obwohl das Konzert an einem Mittwochabend stattfand, einem Wochentag, an dem man im Posthof nicht unbedingt mit großem Andrang rechnet, war der Innenhof gut besucht. Zwar war der Innenhof des Posthofs nicht bis auf den letzten Platz gefüllt, doch für einen Konzertabend mitten in der Woche konnte sich der Besucherzuspruch durchaus sehen lassen. Wer sich nach Feierabend bei einem kühlen Bier für Livemusik von Chet Faker entschied, wurde definitiv nicht enttäuscht. Der Australier bewies, dass ein Konzert auch ohne große Worte auskommen kann, wenn die Musik für sich spricht.


Weitere Informationen: www.chetfaker.com

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