Gregor Baumgartner: Von Laval nach Gmunden
Österreichs zweiter NHL-Draftpick, noch Jahre vor Thomas Vanek. Gregor Baumgartner hat in den vergangenen dreißig Jahren auf und abseits Vieles gesehen. Vom TV-Studio zum Nachwuchskoordinator des ÖEHV, General Manager bei den Black Wings Linz, nun bei den Traunsee Sharks Gmunden: die Reise ist eine weite gewesen.
1997 von den Montreal Canadiens, 1999 von den Dallas Stars gedraftet: Gregor Baumgartner war nach Martin Hohenberger der erst zweite Österreicher, der in der NHL gedraftet wurde. Doch die Karriere in Nordamerika begann schon weit früher in den Teenagerjahren. Von zu Hause weg, um Eishockey-Profi zu werden: Die Vita vieler aktueller Topstars des österreichischen Hockeys birgt viele Ähnlichkeiten.
Dreißig Jahre aktiv auf und abseits des Eises
Mitte der 2000er Jahre setzte er seine Karriere in Österreich fort, zuerst in Wien bei den Capitals, dann bei den Black Wings Linz. Nach dem Karriereende neben der Tätigkeit als TV-Experte auch als Nachwuchsausbildungsleiter des ÖEHV, des österreichischen Eishockeyverbandes, aktiv. Knapp vier Jahre lang. Weitere Stationen waren von 2020 bis 2022 als General Manager der Steinbach Black Wings Linz, aktuell in Gmunden die Traunsee Sharks. Hauptberuflich ist Baumgartner heute nicht mehr im Eishockey tätig, sondern bei der Wirtschaftskammer OÖ, wo er als Geschäftsführer des Projekts GUUTE fungiert.
In der aktuellen Episode von „Das magische Dreieck“ sprechen wir mit Gregor Baumgartner über seinen Werdegang sowie die Karriere als aktiver Eishockeyprofi. Weiters über seine Tätigkeit im Nachwuchs sowie die Strukturen, Trainerausbildung und andere Herausforderungen im heimischen Nachwuchs. Einerseits oft kurzfristiges Denken in Vereinen, die unter sportlichem und wirtschaftlichem Erfolgsdruck oft nicht langfristig agieren. Gepaart mit vielleicht oft fehlender Geduld bei der Implementierung neuer Konzepte. Andererseits über Strukturen im Nachwuchs und der Trainerausbildung, wo gerade im Sprung Richtung Erwachsenenhockey noch Verbesserungsbedarf vorhanden wäre. Omnipräsente, mitunter auch infrastrukturell bedingte Herausforderungen inklusive.
Aktuell ist er (nebenberuflich, Anm. d. Red.) als Trainer und Sportdirektor bei den Traunsee Sharks Gmunden in der ÖEL, der höchsten (bis auf Maribor) rein österreichischen Spielklasse im heimischen Eishockey, tätig. Hier plädiert er für mehr Kooperation zwischen Vereinen, mehr Community-Building und mehr Vereinsbindung. Nicht ohne die Qualität in der Ausbildung sowohl bei Spielern als auch bei Trainern vorantreiben zu wollen. Viel Spaß beim Reinhören in die aktuelle Ausgabe von „Das magische Dreieck“!
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