Pale Waves Berlin
Foto: Simone Grübl

Pale Waves: „Let’s play some gay tunes“

Am 20. September 2026 machte die britische Pop-Punk-Band Pale Waves mit ihrer „KISS ME TOUR“ Halt im Berliner Mikropol. Gemeinsam mit Boyish sorgten sie in dem kleinen Club für eine ausverkaufte und ziemlich persönliche Konzertnacht.

Dass Pale Waves normalerweise deutlich größere Bühnen gewohnt sind, merkte man am vergangenen Sonntag nicht unbedingt. Im restlos ausverkauften Mikropol fühlte sich die Show fast wie ein Abend mit Freunden an als wie ein klassisches Konzert. Zwischen Gesprächen übers Berghain, Shots aus dem Publikum und natürlich jeder Menge „gay tunes“ wurde schnell klar, dass diese kleine Clubshow ihren ganz eigenen Charme hatte.

Boyish

Für Boyish war es der zweite Auftritt in Berlin, trotzdem fühlte sich der Abend für das Duo schnell vertraut an. Im Publikum fanden sich bereits einige bekannte Gesichter und auch sonst war die Stimmung von Anfang an ziemlich locker. Irgendwann musste natürlich noch die wirklich wichtige Frage geklärt werden: „Are you guys gay???“ Die Antwort darauf blieb nebensächlich, denn Boyish überzeugten vor allem mit einer richtig guten Bühnenenergie und schafften es problemlos, das Publikum auf Pale Waves einzustimmen. Zum Abschluss gab es noch ein „Give it up for Pale Waves!“ und damit war die Bühne bereit für den Main-Act.

Pale Waves

Schon kurz nach dem Start fühlte sich die Show von Pale Waves weniger wie ein gewöhnliches Konzert und mehr wie ein Abend im Wohnzimmer an. Die Band sprach direkt mit dem Publikum, erzählte von ihren Erfahrungen in Berlin und landete dabei auch schnell beim Berghain. Dass Sängerin Heather den wohl bekanntesten Berliner Club selbst gar nicht kannte, sorgte für einige Lacher. Als nächstes wurde natürlich scherzhaft angekündigt, dass die Band nach der Show noch genau dorthin gehen würde. Gerade solche kleinen Momente machten den Abend besonders authentisch.

Musikalisch gab es neben den bekannten Songs auch eine Coverversion von „Zombie“ und immer wieder kleine Überraschungen. Die Frage: „Did anyone see us on tour with Louis?“ durfte natürlich nicht fehlen, schließlich waren Pale Waves erst Anfang des Jahres mit Louis Tomlinson unterwegs. Zwischendurch wurde außerdem verraten, dass das neue Album fast fertig sei, bevor die Band mit „Let’s play some gay tunes“ wieder zurück zur Musik ging. Besonders unterhaltsam wurde es, als aus dem Publikum Shots für die Bandmitglieder verteilt wurden. Die Stimmung im kleinen Mikropol blieb dadurch bis zum Ende ausgelassen und persönlich. Nach dem eigentlichen Set folgten noch zwei Songs als Zugabe, bevor der ungewöhnlich intime Abend zu Ende ging.

Multimedia Absolventin und Fotografin aus Linz – jetzt in Berlin :))