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Foto: Christoph Leeb

Uche Yara: Austria’s Next Big Thing

FM4-Überraschungskonzert in der Linzer Stadtwerkstatt: Uche Yara präsentierte just am Releasetag am Freitag ihr Debutalbum Bodyscanner in der Club-Sauna der Stadtwerkstatt. Einer der Artists „to watch“: Die Frau wird mit Sicherheit noch um einiges größer werden, wie man in der Stadtwerkstatt feststellen konnte.

Es war eine Releaseparty, die sich gewaschen hat. Aus dem Mühlviertel stammend hat sich Uche Yara mittlerweile bis nach Berlin aufgemacht, um ihr musikalisches Schaffen zu erweitern. Die Wurzeln liegen aber in Linz: Wie so viele heimische Musik-Talente durchlief auch Uche Yara den Linzer Pop-BORG-Zweig, um das Rüstzeug für ihr popkulturelles Schaffen zu erlernen. Bilderbuch engagierte sie als Nachfolgerin von Langzeitgitarrist Michael Krammer – passend dazu weilte auch Frontmann Maurice in der Crowd an diesem Stadtwerkstatt-Saunagang.

Der Andrang war erwartungsgemäß enorm: Bereits kurz nach 19 Uhr reichte die Schlange bereits bis auf den Linzer AEC-Platz zurück. Sold out, klarerweise, auch wenn es bis 21 Uhr dauern sollte, bis die Bühne der Stadtwerkstatt erklommen wurde. Wobei, apropos Bühne: Die wurde kurzerhand in die Saalmitte verlegt. Quasi die Linz-Variante der 360-Touren, die große Artists mittlerweile salonfähig gemacht haben. Den Anfang machten aber zwei Gäste, die nicht zufällig als „Supportact“ für Uche Yara aus London angereist waren. Sheiva und TaliaBle sind auch im Track belt zu belt auf Bodyscanner zu finden und haben kurzerhand die Anreise zum Releasegig in der Stadtwerkstatt auf sich genommen. Solo wärmten sie die Crowd auf – Stagedives und Ausflüge in den Konzertsaal inklusive. Barrieren zwischen Artist und Audience? Mitnichten.

Uche Yara selbst hatte sich aber auch noch Unterstützung von drei Divas geholt. Divas, wie sie ihre Tänzer:innen an diesem Abend nannte. Gepaart mit passendem Lichtsetup präsentierte dann die Platte so, wie sie sich diese wohl aktuell vorstellt. Auch wenn sie oft gar nicht mehr geschlafen und nur mehr „in diesem Album“ gelebt hat. Songs wie der Titeltrack Bodyscanner, Diva Club, hello hello und mehr sind dann auch Tracks, die sowohl in Clubs als auch auf Festivalbühnen taugen.

Überhaupt wirkt die Platte so, als ob Uche Yara nach der Findungsphase samt zwei EPs jetzt dort angekommen ist, wo sie sich selbst gerade künstlerisch beheimatet fühlt. Dass das Spektakel dann auch noch mehr als gekonnt live performt ist: geschenkt. Features mit den Gästen? Sowieso. Sauna-Club meets Uche Yara. Eine Künstlerin, deren Karriere neben Bilderbuch auch solo mehr als nur viel Potenzial beinhaltet. The next big thing? Uche Yara hat auf jeden Fall mit ihrem Debut gute Karten in die Hand gedealt bekommen.

Musik-Nerd mit Faible für Post-Ehalles. Vinyl-Sammler. Konzertfotograf mit Leidenschaft, gerne auch analog. Biertrinker. Passiv-Sport-Fan. "Systemerhaltende" Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.