Kinosessel
Foto: Alexi Pelekanos

Viennale 2026

Im Herbst wird Wien wieder zum Treffpunkt für Film und Kino: Die 64. Viennale präsentiert vom 22. Oktober bis 3. November 2026 internationale Filmproduktionen, filmhistorische Entdeckungen und ein diverses Special Programm.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Special Programs stehen vier unterschiedliche Blicke auf Film und seine Zeit. Die libanesische Journalistin und Filmemacherin Jocelyne Saab dokumentierte seit den 1970er Jahren Kriege und politische Umbrüche im Nahen Osten. Ihre Filme verbinden genaue Beobachtung mit persönlicher Nähe und geben vor allem jenen eine Stimme, die von den Konflikten betroffen sind.

Die solomonischen Korrespondenzen widmen sich dem amerikanischen Experimentalfilmmacher Phil Solomon. Er bearbeitete vorhandenes Filmmaterial, veränderte Bilder und machte dadurch ihre Materialität und ihre Verbindung zu Erinnerung und Vergangenheit sichtbar. Neben drei Programmen mit seinen eigenen Arbeiten werden auch Filme aus seinem Umfeld und Arbeiten jüngerer Filmemacher:innen, die seine Ideen weiterführen gezeigt.

Ein Rückblick

Viennale-Trailer 2026: RAIN SET ACTION by Kelly Reichardt

Das Programm österreichische Filme der 90er Jahre blickt auf eine Zeit, in der sich Österreich stark veränderte. Die Öffnung nach Osten, neue kulturelle Einflüsse und veränderte Lebensweisen spiegeln sich auch im Kino wider. Die ausgewählten Filme erzählen von Menschen, die zwischen unterschiedlichen Orten, Kulturen und Lebensentwürfen ihren Platz suchen, und zeigen ein Österreich, das sich neu orientiert.

Das vierte Programm ist dem slowenisch-jugoslawischen Künstler und Filmemacher Vasko Pregelj gewidmet. Als Regisseur, Maler, Bildhauer, Fotograf und Theoretiker verband er schon früh unterschiedliche künstlerische Formen. Seine Filme galten lange als verschollen und gehören heute zu den seltenen Zeugnissen der experimentellen Filmszene im sozialistischen Jugoslawien.

Die Retrospektive widmet sich dem US-amerikanischen Regisseur Robert Aldrich (1918–83). Mit Filmen wie Vera Cruz, What Ever Happened to Baby Jane?, The Dirty Dozen, Kiss Me Deadly und Ulzana’s Raid prägte Aldrich unterschiedliche Genres und hinterließ ein umfangreiches Werk, das bei der gemeinsamen Retrospektive von Viennale und Österreichischem Filmmuseum nahezu vollständig und in raren Filmkopien zu sehen sein wird.

Erstmalig bilden zwei österreichische Produktionen den Rahmen des Festivals. „FOREVER…FOREVER“ eröffnet die Viennale 2026 und „WIENER BLUES: THE LONELIEST MAN IN TOWN“ schließt das Festival.

Das vollständige Festivalprogramm wird am 13. Oktober bei der Programm-Pressekonferenz vorgestellt.

Der Ticketvorverkauf für die V26 beginnt am 17. Oktober, ab 10 Uhr. Entweder vor Ort an der Vorverkaufsstelle im Gartenbaukino, per Telefon (01 526 594 769), oder im Webshop. Da die Viennale während Herbstferien stattfindet, gibt es diesmal erstmals ein Ferien-Abo für Jugendliche ab 14 Jahren. Mehr Infos dazu hier.


Sujet: © Viennale/Rainer Dempf

Viennale 2026

Internationales Filmfestival

22.10. – 3.11.2026 in Wien
Weitere Infos: viennale.at

Sujet: © Viennale/Rainer Dempf

am liebsten hinter der kamera oder den decks :)