Crossing Europe: Streifzüge durch Heimaten
Ein Blick auf mein diesjähriges Programm beim Crossing Europe Filmfestival Linz macht schnell deutlich, welches Thema sich wie ein roter Faden durch meine Filmauswahl zieht: Heimat. Dass mich gerade hier Fragen nach Zugehörigkeit, Herkunft und Zuhause begleiten, ist kein Zufall, mehr dazu erfahrt ihr hier.
The Town That Drove Away: Eine Stadt, die verschwindet
Es ist das Ilisu-Dammprojekt, das die Menschen in Hasankeyf dazu zwingt, ihr Zuhause aufzugeben. Natalia Pietsch und Grzegorz Piekarski porträtieren in „The Town that Drove Away“ den Widerstand unterschiedlicher Menschen, die sich weigern, ihre Heimat zu verlassen.
Was an Empfindsamkeit bleibt: mutige Erinnerungen
In „Was an Empfindsamkeit bleibt“ erzählt Daniela Magnani Hüller ihre eigene Geschichte. Mit 14 überlebt sie knapp einen Femizid. Der Film rekonstruiert dieses Erlebnis jedoch nicht als klassische persönliche Rückschau, sondern als präzise Befragung eines Systems, das Gewalt gegen Frauen oft erst dann ernst nimmt, wenn es beinahe zu spät ist.
Babystar: Gläserne Welt
Schillernde, leuchtende Scheinwelt voller Lachen, vermeintlicher Authentizität und immer eine Kamera dabei. In dem Film Babystar spricht die Teenagerin und Influencerin Nunki Tag für Tag gemeinsam mit ihrer Familie in die Kamera. Ihr Leben ist eine gläserne Welt, die seit ihrer Geburt für alle im Internet ansehbar ist.
CPH:DOX – Mit Freunden im Kino
Vom 13.3. bis zum 22.3. werden in Kopenhagen über 200 Dokumentarfilme gezeigt. Während wir auch über den einen oder anderen berichten, habe ich mir vorgenommen, über die Stimmung des Festivals zu schreiben. Es folgt ein sehr persönlicher Artikel über das CPH:DOX.
Petrolheads: Koks, Autos und Freundschaft
Mit Petrolheads schafft Emil Langballe jetzt schon das diesjährige Highlight vom Kopenhagener Dokumentarfilmfestival. Ein Film, der direkt ins Herz geht und einem an die Kraft von Freundschaft erinnert.
Vier minus drei: eine Geschichte über Mut
Wie findet man zurück ins Leben, wenn man seine ganze Familie verloren hat? Vier minus drei von Adrian Goiginger erzählt die wahre Geschichte von Barbara Pachl-Eberhard, deren Mann und Kinder bei einem Unfall sterben. Der Film nach ihrem Bestseller verbindet gefühlsvolle Bilder und Musik zu einer Geschichte, die lange nachwirkt.
Mit Yann Tiersen auf hoher See
Wenn schräge elektronische Klänge mit nur dem Klang des Klaviers kombiniert werden, dann kann das nur von einem kommen: Yann Tiersen. Der Musiker präsentierte gestern sein zweiteiliges Album Rathlin from a Distance / The Liquid Hour im Posthof.
Der österreichische Film und ich
Am 12.6. fand der Österreichische Filmpreis unter dem Motto „Die Leinwand lebt“ statt. Überschattet von den Ereignissen in Graz wurde die After-Party gestrichen, aber dennoch der österreichische Film geehrt. Es folgt ein persönlicher Artikel über meine Verbindung zum österreichischen Film und über den österreichischen Filmpreis.
An der Front Mutter sein
In My Dear Théo berichtet Alisa Kovalenko über das Leben an der Front nach dem Einmarsch der russischen Truppen im Februar 2022. In videotagebuchartiger Form gelingt ihr ein Porträt über eine für uns surreale Realität. Zwischen Angst, Alltäglichkeit und Mutterdasein.