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Urban Art Forms Festival 2010 – Viel Schlamm, viel Sonne

Urban Art Forms Festival 2010 – Viel Schlamm, viel Sonne

 

Auch wieder im sechsten Jahr war das Urban Art Forms Festival ein Highlight der noch jungen Festivalsaison. Aus weiten Teilen Europas reisten die tanzwütigen Festivalgeher an, um sich Sven Väth, David Guetta, Armand van Helden, Boys Noize, Digitalism und viele mehr anzusehen.

Wer am Mittwoch oder Donnerstag (zur Pre-Party) anreiste hatte leider etwas Probleme mit dem Untergrund des Festivalgeländes. So wurde es zur Nachmittagsbeschäftigung den Autos zuzuschauen wie sie bei strömenden Regen versuchten zum idealen Standpunkt am Campingplatz zu gelangen – meist war dieses Unterfangen erfolglos, und die Zelte wurden dort aufgeschlagen wo das Auto stecken blieb. Dies aber tat der guten Stimmung am Campingplatz keinen abbruch, da viele Angereiste – typisch für das UAF – mit selbst mitgebrachten Sound-Anlagen den Campingplatz zum beben brachten.

Freitag
Der Regen ist verschwunden, der Himmel von Wolken bedeckt, teilweise blinzelt die Sonne durch die Wolkendecke. Bei jedem Sonnenstrahl jubelt der gesamte Campingplatz der Sonne zu. Je später der Tag wird, umso mehr Sonne zeigt sich und auch umso mehr Leute kommen aus ihren Zeltbauten heraus. Am Abend, der Auftritt von David Guetta. Auf Facebook wurde zu einem Flashmob gegen David Guetta aufgerufen, es blieb aber auch nur beim Aufruf, kaum Leute sind gesessen, vereinzelt waren Buh-Rufe zu hören, aber die Tanzfläche war zum bersten voll. Vor David Guetta war noch die offizielle Eröffnung des Festivals – ein 20-minütiger Mix mit TänzerInnen mit Würfeln auf dem Kopf, Konfetti, purem Sauerstoff und alles was die Lichttechnik zu bieten hatte.

Samstag
Hatte man sich schon an das Geräusch der Regentropfen beim aufstehen gewöhnt, wurde man an diesem Tag bei ca. 50 Grad im Zelt aus dem Schlaf gerissen. Endlich trocknete der Schlamm auf und die Sorgen, nicht mehr mit dem Auto wegzukommen, verschwanden. Für viele ein Highlight an diesem Tag: Sven Väth. Meinungen sind ja bekanntlich subjektiv; ich fand ihn zu langweilig, aber die tanzende Menge bewies dass es auch viele Leute anderer Meinung gab. Ein wichtiges Feature an diesem Tag: ein Wasserfall direkt vor der Bühne, der spürbar Abkühlung spendete.

Sonntag
Das typische Festival-Feeling: Erschöpft, aber doch noch in Party Laune. So wurde selbst beim Abbauen noch von den Hobby- DJ‘s am Campingplatz noch aufgelegt. Die strapazierten Autobatterien wurden von den noch mit Strom versorgten Autos mittels Starthilfe wieder aufgeladen. Man hilft jenen AutobesitzerInnen die aus eigener Kraft nicht von der Stelle kommen, teilweise werden die „AnschieberInnen“ vom noch nicht ganz aufgetrockneten Schlamm bespritzt, was aber auch zur Allgemeinen Belustigung beitrug.

Alles in Allem kann man sagen, dass es sicherlich ein gelungenes Festival war, mit netten Leuten, neuen Bekanntschaften und, wer auf elektronische Musik steht, guter Mukke.

Foto: Lukas Friesenecker

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