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Bluebird Festival: Dry The River und mehr!

Bluebird Festival: Dry The River und mehr!

Mindestens so bunt und abwechslungsreich war auch Tag 2 des Bluebird Festivals. Vom Hochlandbolivianer mit Wahlheimat Deutschland, über Amerikanerinnen und Briten bis hin zum heimischen Act wurde das Porgy & Bess musikalisch beehrt.

Christy&emily┬®HannaPribitzer20141121-_DSC0778

Eröffnet wurde der Abend durch die US-Amerikanerinnen Christy & Emely. Polarisierend zwischen experimentellen Melodien und klassischem Folk-Pop kam das Duo nicht nur beim Publikum gut an sondern zeigte sich auch selbst beeindruckt vom beinahe vollen Porgy & Bess. Mit beachtlich wenig instrumentalem Aufwand konstruierten die in Brooklyn lebenden Musikerinnen eine wunderbare Klangwelt.

Zurück von den abstrakten Klangwelten auf den Boden der akustischen Realität wurde das Publikum von den absolut liebenswerten Damen von Fräulein Hona geholt. Munter wurden die Instrumente weitergereicht und Lieder über Zugfahrten, Zimtstangen und den ersten Flugversuchen eines Vogels gesungen. Schade, dass vor allem gegen Ende des Sets der vier Wienerinnen mit Zweitheimat Vorarlberg die ansonsten so ausgeprägte Disziplin etwas nachließ.

FraeuleinHona┬®HannaPribitzer20141121-_DSC0807

Nicht nur mit kreativen Lichtinstallationen konnte im Anschluss David LeMaitre punkten. Mindestens genauso kreativ waren auch seine Songs arrangiert, die neben einem Gitarre-Percussion-Beat – Gemisch auf Soundeffekte wie klirrende Münzen und Reisekoffer-Basedrums setzten. Mit seinen Feelgodsongs kam auch schön langsam etwas Bewegung ins mittlerweile gesteckt volle Porgy & Bess. Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin, vor so vielen musikbegeisterten Menschen spielen zu dürfen, war auch David LeMaitre war sichtlich hin und weg vom Publikum.

DavidLeMaitre┬®HannaPribitzer20141121-_DSC0865

Abgeschlossen wurde der Abend durch die Briten von Dry The River. Passend zum aktuellen, wesentlich ruhigeren Album tauschte Frontmann Peter Little T-Shirt gegen Hemd und Sakko und die wilde Haarpracht gegen einen zahmen Pony. Nach einem kurzen Intermezzo als Quartett nun wieder doch zu fünft – diesmal aber mit Keyboard – wirkten sie zwar etwas ausgezehrt und stimmlich nicht immer perfekt, konnten aber dennoch eine solide Show abliefern.
DryTheRiver┬®HannaPribitzer20141122-_DSC0961

Insgesamt wurde aber auch am zweiten Tag des Bluebird Festivals ein wirklich wundervoller Abend geboten. Völlig zurecht restlos ausverkauft. Alles Gute nochmals, liebes Bluebird Festival.

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