Dass man für eine volle Hütte und eine Bombenstimmung nicht zwangsläufig auf internationale Headliner angewiesen ist, wurde vergangenen Freitag eindrucksvoll im Viper Room bewiesen, als LOCRACY, CATASTROFEAR, AMONG RATS, SORS IMMANIS und POSSESSED SHINOBI ein Leuchtfeuer für die heimische Szene entzündeten.

Dabei hätte das Ganze auch schnell daneben gehen können, denn die eigentlich geplanten VOID CREATION mussten sich relativ kurzfristig ihren Auftritt verletzungsbedingt absagen. Ersatz war schnell gefunden. Hier muss man auch vor Dominique Heine, seines Zeichens Veranstalter der Nocturnal Desecration Rites und Gitarrist von CATASTROFEAR, den Hut/das Bandana ziehen. Das bärtige Energiebündel hatte mit der ursprünglichen Doppelaufgabe als Veranstalter und CATASTROFEAR-Gitarrist noch nicht genug und ließ daher nach über eineinhalb Jahren abseits der Bühnen seine Jungs von LOCRACY einspringen. Für den endgültigen Hattrick hätte Herrn Heine noch der Auftritt von MORTAL STRIKE gefehlt, bei denen er ja als Bassist unterwegs ist. Aber man muss ja nicht gleich übertreiben.

Duracell-Hase Dominique (MORTAL STRIKE, CATASTROFEAR, LOCRACY)

Abseits von kaum vermeidbaren Bandrochaden bot sich dann ein verdammt angenehmer Death-Abend im familiären Umfeld des Viper Rooms. POSSESSED SHINOBI eröffneten mit treibendem Deathcore, LOCRACY trumpften im Anschluss in gewohnter Brachialität und mit dem menschgewordenen Drumgott Eugene Ryabchenko auf. AMONG RATS knüppelten gekonnt fanatisch und mit purem DIY-Backdrop alles in Grund und Boden. Und SORS IMMANIS präsentierten erstmals nach dem Ausstieg von Gitarrist Mordred und Schlagzeuger Sgt. Hammergeil ihr neues Line-Up mit Rene (Ex-UNHOLY ORDER) an der Gitarre und Session-Drummer Phil von IGNIPES, bevor CATASTROFEAR zum letzten wütenden – und äußerst erfolgreichen – Sturm auf Sitte und Anstand bliesen.

CATASTROFEAR: stark wie nie.

Underground Death Metal, so wie er sein soll: laut, hart, verschwitzt, stinkend, besoffen, böse und dabei einfach nur gut drauf! Schön, dass das auch im übersättigten Wien so gut funktionieren kann. Gerne wieder und öfter!

Fotos: © Markus Wetzlmayr

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