Nein, es ist handelt sich hierbei um keine Fata Morgana! Es ist tatsächlich geschehen: Nintendo hat endlich mal wieder ein liebevoll ausgearbeitetes Spiel für seine 3DS Familie vorgestellt, welches nicht auf den Flagschiffnamen Pokémon hört. Ever Oasis hat unsere Redaktion in die endlosen Weiten der Wüste entführt, und uns die Gelegenheit geboten, uns dort so richtig auszutoben. Also ENDLICH Zeit, den verstaubten 3DS wieder mal hervorzuholen!


Vorbei sind also die Zeiten, in denen der Nintendo nur in der Ecke rumgelegen ist. Ever Oasis bietet eine liebevolle Mischung aus zahlreichen Kampf- als auch Aufbauelementen. Man wird in die Weite der Wüste geschickt, und müssen diese gegen die finstere Bedrohung – das Chaos – verteidigen. Dieses hat angefangen alle Oasen, und alles Leben in der Wüste, langsam aber sicher zu verschlingen. Um diesem entgegen zu wirken, müssen wir unser eigenes kleines Oasendorf bauen, und uns in immer schwieriger werdenden Kämpfen und Rätseln bewähren.

Ever Oasis
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Plattformen: 3DS Familie
Metacritic-Score: 78%
Preis: 39,99€

Erste Trippelschritte in der Wüste

Zu Beginn unseres Abenteuer schlüpfen wir gleich in die Fussstapfen eines sogenannten Sprössling – einem Kind der Oase. So heißt die Rasse unserer Charaktere – und ist auch oben im Titelbild ganz gut zu sehen. Wir können einen Namen, Hautfarbe und Augenfarbe bestimmen. Und dann geht das Abenteuer in der Wüste auch schon los! Was es mit dem speziellen Namen auf sich hat, erfahren wir auch gleich im Rahmen der ersten Geschichte:

Die Welt der Wüste wird lange Zeit schon von einer Dunkelheit – dem Chaos – heimgesucht. Dieses Chaos hat jegliche Lebensessenzen der Tiere und Bewohner der Wüste verschlungen und ausgelöscht, und sie als seelenlose Chaosbehälter, verwirrt und ohne Ziel, zurückgelassen. Die Wüste beherbergt jedoch auch „Sprösslinge“. Die Aufgabe der Sprösslinge ist es, mit der Energie ihrer Herzen die Oasen der Wüste aufzubauen. Der Name Sprössling ist auch nicht zufällig gewählt. Denn das Herz eines jeden Sprösslings fungiert als genau das – ein Sprössling, eine Blume, eine Wurzel – für die jeweilige Oase. Doch in der Vergangenheit waren diese zu verängstigt, etwas gegen die Dunkelheit und das vorherrschende Chaos zu unternehmen. Die Geschichte wird hierbei – so düster sie auch sein mag – wirklich sehr süß und liebevoll erzählt.

ChaoswesenOasis

Die Lebewesen wurden vom Chaos verschlungen!

 

EverOasisGeschichte

Die Sprösslinge – verängstigt von dem Chaos

Ein Sprössling hat sich aber dann mit der Wassergöttin der Wüste verbunden, und eine wunderschöne Oase geschaffen. Diese wird von einem Regenbogen gegen das Chaos abgeschirmt, und bietet Heimat für weitere Kinder der Oase – neue Sprösslinge – und somit neue Hoffnungsschimmer für bessere Tage, befreit von der Dunkelheit, die das Land heimsucht!

Wir sind nun ein Kind dieser Oase! Und es ist unsere Bestimmung, eines Tages unsere eigene Oase zu erschaffen, und ein weiteres Stück der Wüste von der stetig wachsenden Dunkelheit zu befreien! Das Spiel ist sofort sehr einsteigerfreundlich und überschaulich. Man wird auf sehr süße Weise in das Handwerk des Spiels eingeführt und anschließend Schritt für Schritt in die einzelnen Spielelemente eingeweiht. Dies ist auch notwendig, da Ever Oasis schon am Anfang zeigt: dieses Spiel darf vom Umfang nicht unterschätzt werden, startet die erste Aufgabe doch gleich mit einem durchaus kniffligen Rätsel. Es bietet unglaublich große Komplexität, gepaart mit zahlreichen unterschiedlichen Spielaspekten.

EverOasis2

Die bunte Oasenwelt von EverOasis!

EverOasisKampf1

… doch auch das Chaos macht vor der Oase nicht halt

Nachdem wir einige Arbeiten in der Oase durchgeführt und die Spielelemente begriffen haben, geht es endlich zum eigentlichen Kern des Spieles: dem Aufbau unserer eigenen Oase! Denn das Chaos macht auch vor der starken Regenbogenoase nicht halt. Der Häuptling katapultiert uns mit letzter Kraft hinaus in die Weiten der Wüste, um das Überleben des letzten Sprössling zu sichern. Die Wassergöttin hilft uns, aus dem Herz unseres Sprösslings einen neuen Samen zu erschaffen, und damit die letzte Oase der Wüste zu beleben.

Endlich erwachsen! – unsere eigene Oase

Nun geht es ans Eingemachte: wir müssen unsere eigene, kleine Oase von Grund auf neu zusammensetzen, und ein Gefolge anlocken. Das Gefolge stellt die Bewohner und Besucher der Oase, und ist essentiell für deren Stärke. Umso mehr Gefolge man besitzt, desto stärker wird das Chaos abgeschirmt. Dies ist jedoch gar nicht so leicht, da sich einige davon als durchaus eigenwillig zeigen, und zahlreiche Aufnahmebedingungen stellen.

Um unsere neue Oase aufzubauen müssen wir diese, welche unser kleines Basislager und Zuhause darstellt, dementsprechend mehr als nur einmal verlassen. Ressourcen wollen gesammelt, Gegner für Essen besiegt, und Rätsel für Schätze und Gold gelöst werden. Im Laufe der Geschichte trifft man auf zahlreiche andere Verbündete – oft von anderen Völkern. Jedes hat eigene Kräfte, welche man für sich im Kampf oder im Aufbau zu Nutze machen kann. So kann man auch sein Gefolge zufriedenstellen, und seine Oase verstärken – diese verkaufen nämlich nur dann Aufwertungen für den eigenen Sprössling, wenn sie auch mit dementsprechend Waren versorgt werden. Wir müssen hier also dementsprechend viel selbst erledigen, und speziell die ersten Aufbaustunden sind kein Zuckerschlecken, wie man es vielleicht erwartet hätte.

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Ein neuer Bewohner im Dorf!

EssenzOasis

Mit der Essenz der Bewohner wächst die Oase!

Die Bewohner zufrieden zu stellen ist etwas, was stetig im weiteren Spielverlauf bedacht werden muss. Zwischen den Rätseln und Erkundungen in der Wüste, muss man also immer wieder mal zu seiner Heimat zurückkehren – auch um seinen Charakter dann endlich weiter aufwerten zu können. Die einzelnen Charaktere der Bewohner bringen hier viel frischen Wind, aber auch Frustration in das Spiel. Manche Bewohner sind sehr schwer zufrieden zu stellen, und möchten fast im Minutentakt umsorgt werden. Dies wurde im weiteren Spielverlauf jedoch gottseidank weniger – hatten sich die Bewohner mal richtig eingelebt, waren ihre Bedürfnisse nicht mehr allzu oft zu stillen.

Haben wir die Bewohner dann zufriedengestellt, sind sie bereit, es sich sich in unserer kleinen Oase gemütlich zu machen. Sie bauen Shops, schenken uns Heil- oder Zaubertränke, und kümmern sich sogar teilweise von selbst um das Leben in der Oase. Sie entfernen manchmal kleine Sandhügel oder pflücken Blumen. Dies ist wirklich ein sehr willkommener kleiner Nebeneffekt, da es oft fast zu viel zu tun gibt. So hilft einem das, ein bisschen die Übersicht zu behalten, und die Oase zur voller Blüte aufsteigen zu lassen.

Wo wir die Shops der Bewohner platzieren, oder Blumen anbauen liegt jedoch weiterhin komplett bei uns. Das Bausystem ähnelt hier durchaus auch anderen Nintendo Spielen und ist leicht verständlich. Gebäude können jederzeit verschoben und neu platziert werden. Anfangs stehen nur wenige Gebäude zur Verfügung, welche durch Quests und neue Bewohner freigeschalten werden müssen. Schade fanden wir lediglich, dass pro Gebäude auch nur wirklich ein Exemplar platziert werden kann, und man so wirklich immer quer durch die Oase sprinten muss um zum Obstgeschäft zu gelangen – nur um dann festzustellen, dass man auch eine neue Waffe braucht. Natürlich am anderen Ende der Oase zu finden.

OasisBauplan

Das Bauen geht schnell und einfach!

EverOasisShops

Unsere Oase wächst somit immer weiter!

Auch ein weiteres Wesen – die Wassergöttin – spielt im weiteren Spielverlauf eine große Rolle. Sie ist diejenige, mit der wir am Anfang die Oase errichten. Sie begleitet uns auf unseren Reisen in Form eines kleinen Wassertropfens, und offenbart uns im Rahmen von Quests stets ein bisschen mehr der Hintergrundgeschichte der Wüste, wie das Chaos eigentlich entstand und wie man es besiegen kann. Die Geschichte bleibt hier aber stets etwas oberflächlich, was auch gut ist – gibt es doch so schon genug in der Welt zu tun.

Harte Arbeit will belohnt werden – das Aufbausystem

Die zahlreichen Möglichkeiten, den Charakter und die Oase weiterzubauen, sind wirklich sehr komplex. Man hat eine Währung, Taujuwelen, welche man von anderen Verbündeten, Rätseln, Kämpfen oder Quests erhält. Diese kann man für diverse Gegenstände ausgeben, unter anderem:

  • Bücher, um seine Berufsfähigkeiten auszubauen (z.B. das Kochen, die Geschichtsfertigkeit oder Pflanzenkunde)
  • Ausrüstung und Waffen für den eigenen Charakter
  • Tränke und Essen zum Überleben in der Wüste
  • Umhänge für die magischen Fertigkeiten

Man kann seine Oase und seinen Charakter somit wirklich an vielen Ecken und Kanten verbessern, und Feinschliff betreiben. Dies ist auch bitter notwendig – werden die Gegner speziell im späteren Verlauf des Spieles ohne große Aufwertungen gänzlich unbesiegbar.

Es gibt in der Wüste immer kleine Quests welche einen roten Faden durch die ganze Geschichte ziehen – mit Rot oder Blau markiert. Rote Quests stellen die Hauptstory dar, und müssen meist erfüllt werden, um in der Geschichte voranzukommen. Blaue Quests sind kleinere Nebenquests, welche meist mit den Bedürfnissen der Bewohner zu tun haben. Einen großen Schwerpunkt der Quests nehmen definitiv auch die Rätsel im Spiel ein. Man muss sich oft durch eine Höhle knobeln, und dabei diverse Magie und Ausrüstung einsetzen. Hier nimmt einen das Spiel gar nicht an die Hand, und es ist meist viel Können gefragt!

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Eine der vielen Rätselstätten die uns begegnen!

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Der Schlüssel hat unserer Redaktion viel abverlangt!

Sowohl bei den Quests, als auch den Rätseln müsste Nintendo jedoch noch etwas Hand anlegen. Es kam mehr als einmal vor dass große Fragezeichen über den Köpfen in der Redaktion erschienen sind – hat das Spiel nicht klar gemacht wo die Reise denn nun hingehen soll. Man wird zwar grob geleitet, indem manche Teile der Welt gesperrt sind, läuft jedoch einige Male sehr unschlüssig durch die Gegend. Ein guter Schwierigkeitsfaktor ist definitiv wichtig, jedoch sollten grobe Grundzüge vorgegeben sein um nicht Frustration auszulösen – muss man manche Quests doch zwingend erledigen, weil die Story es verlangt.

Ansonsten ist das Spiel aber großteils sehr frei gestaltet und ähnelt damit sehr dem letzten großen Erfolg NintendosThe Legend of Zelda: Breath of the Wild! 

Zelda trifft Animal Crossing – mit viel orientalischem Flair!

Das Spiel vereint zahlreiche Franchises, pickt sich die guten Seiten heraus, und steckt sie wieder zusammen. Die Rätsel ähneln von der Schwierigkeit definitiv Professor Layton, was ein großes Kompliment darstellt. Das Aufbauprinzip kennt man aus Animal Crossing – wie auch die herzlichen, tierhaften Bewohner mit ihren eigenwilligen Charakteren. Dies hat Nintendo also wirklich sehr gut gelöst, so kommt es in der ein oder anderen Spielstunde so durchaus auch zu einem Nostalgiegefühl zu diversen anderen Spielreihen. Dies – zusätzlich zu den bereits vorhandenen eigenen liebevollen Details – macht das Spiel wirklich zu etwas Besonderem. Denn die Basis stellt immer der orientalische Flair des Spieles da , unterstrichen mit bunter, lebhafter oder düsterer Musik, welche wunderbar angepasst wurde.

Was uns in der Redaktion auch wirklich sehr gut gefallen hat, ist das Vorhandensein von Tag und Nacht. Genau wie bei Breath of the Wild vergeht hier die Zeit spielintern, ist also unabhängig von der richtigen Zeit, und wechselt zwischen den Tageszeiten. Man kann sich hier auch stets in sein Baumhaus zurückziehen und eine Weile schlafen, um eine gewisse Tageszeit voran zu treiben und somit zu überspringen. Jede eigene Tageszeit hat Vor- und Nachteile. So wird man in der Nacht öfter von Gegnern angegriffen, und kann andere Schätze finden als noch am Tag. Die Tagessonne hilft jedoch, Früchte und Co schneller gedeihen zu lassen. Mittels einem sogenannten Zaubersprung kann man jederzeit via Teleport zu seinem Baumhaus reisen, um so die Tageszeit zu beeinflussen. Dies bringt noch mehr Tiefe in das Spiel, und ist ein tolles Feature!

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Auch bei Nacht sieht die Oase toll aus!

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Die Lichteffekte sehen stets gut aus!

Die Grafik hat uns allgemein sehr überrascht. Die Lichteffekte waren wirklich sehr gelungen, und die prächtigen Farben wirklich sehr ansprechend. Dafür, dass der 3DS nicht allzu viel Leistung besitzt, haben wir definitiv schon viel schlechtere grafische Spiele gesehen. Dies verleiht dem Spiel nochmal einen großen Zusatzpunkt – denn vom optischen Standpunkt aus kann das Spiel locker mit dem großen Flagschiff Pokémon mithalten! Es gibt hier nur einen drei kleine Minuspunkte: das Kampfsystem ist hier nicht all zu sehr gelungen. Es ist ein typischer Rundenkampf, und bietet nicht viel Abwechslung. In einem Kampf kann man von bis zu 3 Gruppenmitgliedern, zusammengesetzt aus Bewohnern und Verbündeten, antreten. Anschließend kann abwechselnd ein Verbündeter, und ein Gegner angreifen. Erst sobald jeder eine Attacke durchgeführt hat, kann ein Charakter erneut antreten.

Die Kämpfe selbst sind abgesehen vom dem eigentlichen Rundensystem aber wirklich sehr gelungen. Die Gegner müssen stets beobachtet werden, Skills in der richtigen Reihenfolge und passend zur aktuellen Ausrüstung gewählt werden. Es gibt unterschiedliche Arten der Chaosmonster, welche andere Gruppenaufstellungen, Waffen, und passende Zaubertränke benötigen. Man kann und muss hier also viel Herzblut reinstecken, um selbst die schwierigen Gegner der späteren Geschichtsstränge bewältigen zu können. Die Gruppenmitglieder sind hier von zentraler Bedeutung. Alleine kann man es im Spielverlauf mit fast keinem Monster mehr aufnehmen, da man diesen schnell zum Opfer fällt.

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Wir kämpfen oft – aber nur selten allein!

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Auch Magie wird benötigt!

Was wir uns des Weiteren wirklich sehr gewünscht hätten, wäre eine automatische Speicherung. Man kann schon mal im Trubel der Wüste vergessen, einen Speicherpunkt aufzusuchen. Es kann nämlich nicht immer im Spiel gespeichert werden. Es muss zuerst ein Speicherpunkt aufgesucht werden, welcher im bisherigen Spielverlauf bereits freigeschalten wurde. Sollte der Akku dann mal den Geist aufgeben, ist viel der harten Arbeit auf einen Schwung weg, und viele Speicherpunkte waren dann doch einige Meter von der eigentlichen Questhandlung entfernt. Hier geht viel Zeit verloren, die den Spielspaß doch etwas mindert. In der heutigen Zeit sollte eine automatische Speicherung in allen Spielen bereits Pflicht sein, speziell bei jeglichen Spielen, die man unterwegs genießen kann. Weiteres kann nicht immer gespeichert werden, es muss zuerst ein Speicherpunkt aufgesucht werden, markiert durch ein kleines, blaues Feld. Diese Speicherpunkte sind jedoch manchmal sehr weit vom eigentlichen Questort entfernt.

Der dritte, und größte Minuspunkt, war jedoch die Gutschrift der erhaltenen XP – der Erfahrungspunkte. Ist man in der Wüste unterwegs, steht man zahlreichen Monstern und Rätseln gegenüber, und wird stets mit vielen Erfahrungspunkten belohnt, welche benötigt werden, um den Helden weiter auszubauen. Mehr Erfahrungspunkte schalten neue Items in den Shops frei, und ermöglichen zum Beispiel das Tragen von besserer Ausrüstung. Die XP wird jedoch immer nur dann synchronisiert, wenn man in die eigene Oase zurückkehrt. So kann man zwar in der freien Wildbahn Speicherpunkte benutzen, die Punkte werden hier aber nicht mitübernommen. Dies ist leider wirklich nicht gut gelungen, es sollten die Erfahrungspunkte doch wirklich ständig im Hintergrund mitgeführt werden. In allen anderen RPGs lernt man auch aus seinen Fehlern, und bekommt auch XP, wenn man zum Beispiel nur 2 von 3 Monstern besiegt. Dies ist hier dann nicht so, da man, sollte man in einem Teamkampf sterben, die bisherigen XP ja nicht mit der Oase synchronisieren konnte.

Ab in die Wüste? – unser Fazit

Die Zeit verfliegt in der Wüste wirklich wie im Flug. Die fehlende eingebaute Uhr unterstützt diesen Faktor nochmal intensiv, und man versinkt wirklich in der Geschichte, und im Aufbau seiner eigenen kleine Oase. Die Farben sind alle sehr bunt und machen Lust auf mehr!

Pro:

  • komplexer als erwartet – riesiger Umfang
  • sehr liebevoll gestaltet, einzigartiger Stil
  • große Welt, viele verbogene Schätze zu entdecken
  • gelungene Rätsel
  • wunderschöner Soundtrack
  • Nostalgiegefühl durch Einfluss anderer Spiele
  • erstaunlich gute Grafik

Contra:

  • Kampfsystem weniger gelungen
  • kein automatisches Speichern – nur bei Speicherpunkten möglich
  • einige Quests nicht klar definiert, was gefragt ist
  • Erfahrungspunkte werden nur in der Oase gespeichert
  • einige Bewohner sehr.. eigenwillig

Ever Oasis ein sehr liebevoll gestaltetes und wirklich komplexes Spiel geworden. Trotz einiger kleiner Minuspunkte können wir euch den Titel wirklich mit gutem Gewissen ans Herz legen – es ist viel besser als erwartet. Wir haben bereits zahlreiche Spielstunden im zweistelligen Bereich investiert, und es werden noch viele folgen. Was uns am meisten gefallen hat, war die Balance, welche Ever Oasis erfolgreich geschaffen hat: man möchte einerseits seine Oase aufbauen und sich um Bewohner kümmern, aber genauso gerne die Welt erkunden und Schätze entdecken. Keiner der zwei Parts fühlt sich langweilig, oder überflüssig an – man fühlt sich nicht genötigt in die Oase zurückzukehren, sondern tut dies gern. Nur wenige Spiele schaffen es zwei – eigentlich sehr gegensätztliche Features – so gut zu vereinen.

Ever Oasis ist wirklich ein kleiner Juwel aus dem Hause Nintendo. Für 39,99€ wird euch hier einiges geboten, und zahlreiche Spielstunden lassen sich hier versenken. Solltet ihr noch keinen 3DS besitzen – den Handheld zusätzlich würden wir uns rein für das Spiel jedoch nicht kaufen. Für alle, die sich über einen Kauf noch nicht ganz schlüssig sind, steht auch eine kleine Gratisdemo im Nintendo E-Shop zur Verfügung.

 

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