Trinken, Live-Musik hören, Spaß haben, und dabei noch etwas Gutes tun, das ist das Motto vieler Charity-Events. Eines der sympathischeren Sorte ging am vergangenen Freitagabend in der Linzer Stadtwerkstatt über die Bühne. Zugunsten des stark renovierungsbedürftigen Flüchtlingshauses in der Rudolfstraße wurde bei drei Live-Bands ein kleiner finanzieller Beitrag zur Sanierung geleistet.

Drei Bands hatten sich angekündigt, um das durch SOS Menschenrechte betriebene Flüchtlingswohnhaus in der Linzer Rudolfstraße zu unterstützen: Tschebberwooky, Cookies ’n Bier sowie The Morricones. Letztere machten auch den Anfang, nachdem einige Flüchtlinge ihre Kursbestätigungen im Rahmen des Amigo-Projektes, das die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt fördern soll, erhalten hatten. The Morricones bezeichnen sich selbst als Vertreter des „Acoustic Alternative Folks“, den sie an diesem Abend verstärkt mit einer Geige verkörperten. Musikalisch sicher der stärkste Act des Abends, technisch voll auf der Höhe, den Morricone-Spaghetti-Western gekonnt durch den Kakao ziehend. The Morricones machen live verdammt viel Spaß, auch wenn das eher laute Publikum sich eher mit eifrigen Gesprächen als mit aufmerksamem Zuhören und Tanzen beschäftigte.

Danach: Stilbruch. Cookies ’n Bier standen auf der Bühne. Ich bin ja bei dem Begriff „Goschnrock“ schon von vorher etwas skeptisch eingestellt. Austro-Goschnrock wurde hier geboten. Laut und dreckig – damit wär jetzt auch schon alles gesagt. Lyrische Höchstleistungen kann man hier nicht erwarten – Bier sollte man aber zum Genuss dieses Konzertes definitiv dabei haben. Für Fans österreichischer Mundart-Musik der härteren Gangart aber durchaus ok.

Zum Abschluss: ein nochmaliger Stilbruch. Tschebberwooky standen auf der Bühne. Die steirische Reggae-Ska-Kapelle hat schon so einige Höhen und Tiefen in ihrer musikalischen Karriere hingelegt. „Still Wooky“ heißt die aktuelle Platte, mit der sie aktuell durch die Lande touren. Live ist das gekonnt gespielter Roots mit Ska-Einflüssen, der auch inhaltlich zu der von SOS Menschenrechte verbreiteten Message passt. Live: tanzbar, zum Skanken gut geeignet. Und wer danach noch Energie hatte, durfte bei den lieben Menschen des BlauCrowd DJ-Teams bis in die Morgenstunden für den guten Zweck das eine oder andere Bier vernichten. Uns hat es jedenfalls Spaß gemacht!

Foto: Christoph Thorwartl

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