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Killerpilze: Lautonom

Killerpilze: Lautonom

Deutschlands liebste Teenie-Band hat eine neue CD produziert. Die Rede ist von den „Killerpilzen“. Doch halt: Teenie-Band? Immerhin sind die drei Jungs jetzt 22, 21 und 17 Jahre alt. Und wollen sich weiterentwickeln, ein neues Zielpublikum ansprechen. Ob ihnen das mit dieser Platte gelingt ist allerdings fraglich.


„Lautonom“, so nennt sich die im Februar herausgegebene Platte und der Name der CD ist Programm. Mit der Trennung von Universal und der Gründung einer eigenen Plattenfirma vollzog die Band einen Schritt zu mehr (L)Autonomie und Eigenständigkeit. Nach dem Ausstieg von Bassist Andreas Schlagenhaft sind sie zu dritt, doch wie heißt es so schön „aller guten Dinge sind drei“? Noch dazu ist „Lautonom“ ihr drittes Album, Grund genug diese Zahl gebührend zu feiernd. Das tun sie mit dem schwungvoll-witzigen Song „Drei“, der die neue Scheibe eröffnet.
Voller Wortwitz und mit eingängig, locker-rockiger Melodie begonnen, freut sich der Hörer auf weitere Tracks dieser Art. Doch leider bleibt „Drei“ das Gustostückerl der Platte. „Plastik“ oder „Denken“ punkten noch mit Originalität, der Rest besticht eher durch Melodien, die man „irgendwoher schon kennt“ und sich ewig wiederholende Textzeilen ohne tieferen Sinn.
Trotzdem kann man der Scheibe einiges abgewinnen, immerhin schafft sie es gute Stimmung zu verbreiten. Und schließlich muss ja nicht jedes Album im Indie-Stil mit tiefschürfenden Texten und selbstgebasteltem Cover daherkommen.
Fazit: „Lautonom“ ist ein feines Album zum richtig Abrocken und Gute-Laune-bekommen. Über kreative Lyrics und interessanten Sound kann man sich allerdings nur bedingt freuen.
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