Waltari: Crossovers over and over

Waltari: Crossovers over and over

Die finnische Metal-Band Waltari gibt es nun schon einige Jahre. Auftritte auf namhaften Festivals wie Wacken oder Full Metal Cruise sind daher im Programm. Am 8. Juli 2015 kam die Truppe in den Viper Room in Wien.

Der Viper Room ist perfekt für kleine, aber feine Konzerte. Den Auftakt gab die österreichische Band Gradient of Disorder. Nach fast 10 Jahren Bandgeschichte gibt es zwar leider noch immer kein Album, aber das hinderte die Fans nicht daran bei den Songs mitzusingen. Der Sänger Wolfdietrich animierte die Meute nicht nur mit seinen schrägen Tanzmoves (die vermutlich besser zu Synthiepop passen als zu Metal), sondern auch mit seiner Steampunk-Optik. Die Truppe spielt sich durch alle Metal-Genres und lässt nichts aus.
Highlight war sicher „Deep In The Winters Frost“, wo alle Bandmember Wikingerhelme aufgesetzt haben, und es wurde auch ein kurzes Wickie Cover eingespielt.

Gradient of Disorder

Bei Waltari kommt keine Langeweile auf. Wenn man sich an die metalligen Töne gewöhnt hat, folgt plötzlich ein Hip-Hop-Beat. Wenn der Sänger rappt, dann folgt ein Black-Metal-Intermezzo. Die Band kümmert es nicht, wie das Publikum reagiert oder was die Presse denkt- sie mixen was ihnen gefällt, und das wird auch honoriert.Die Menge hat ausgelassen getanzt und gefeiert.

Mit den Country Klängen von “Right Wing Theme” setzen sie sogar ein Statement gegen Rechts. “Only the Truth” ist eine reine Party zu leicht afrikanischen Rhythmen und bei “So Fine” wird nicht vor 90er Elektro halt gemacht. Kein Wunder, dass niemand über die Coverversion von der 90er Eurodance Hymne “No Limit” überrascht war. Insgesamt ist die Band live um einiges hörenswerter als auf Platte. Sänger Kärtsy Hatakka spielt mit dem Publikum, tanzt mit ihnen und feiert mit ihnen. Da muss man einfach mitmachen. Abschluss war dann das The Cure Cover “A Forest”, welches in der metalligen Version einen neuen Charme erhalten hat.

Beide Bands kamen nachher auch zum Signieren und ein Bierchen nach draußen. Sehr sympathisch.

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geschrieben von

Daniela ist ein Konzert-Junkie, Mode-Liebhaberin und leidenschaftlicher Musical-Fan.

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