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Alter Bridge – ein hitziges Konzert

Alter Bridge – ein hitziges Konzert

Es kommt ja nicht an jedem Tag vor, dass internationale „Superstars“ die oberösterreichische Landeshauptstadt besuchen. Dienstagabend im rappelvollen Linzer Posthof war es wieder mal soweit – Myles Kennedy, Mark Tremonti, Brian Marshall und Scott Philipps waren zu Gast. Besser bekannt als Alter Bridge. Und die gaben Gas, dass der Schweiß buchstäblich von den Wänden tropfte.

Als Supportact hatten sie sich „The Treatment“ eingeladen. Und die schwitzenden Besucher waren bereits bei ihnen „in for a treat“. Ehrlicher Rock aus Cambridge, mit einer halben Stunde aber gewohnt knapp bemessen. Matt Jones und Co. sind aber auch alleine sicher einen Konzertbesuch wert!

Was soll man über Alter Bridge selbst eigentlich noch groß schreiben? Spätestens als die ersten Takte von „Addicted“ erklingen, gibt es kein Halten mehr. Von der ersten bis zur letzten Reihe wird mitgesungen, abgerockt und den Idolen gehuldigt. Da verzeiht man auch mal die doch schon langweilig-publikumsbeweihräuchernden Zwischenansagen, dass die aktuelle Crowd sowieso die beste sei, die man in letzter Zeit auf Konzerten gesehen hatte. Munter spielen Kennedy und Co sich durch die Bandgeschichte. „Ghosts“ und „Fortress“ bilden da die Highlights. Auch der Nostalgie wegen – oder, weil Album Nummer eins vielleicht doch noch immer das beste Alter-Bridge-Werk ist? – wird beim Doppelpack aus „Broken Wings“ und „Metalingus“ am lautesten mitgesungen. Was aber die neuen Werke nicht schmälern soll – selten war Jammern auf höherem Niveau angesiedelt. Und als Myles Kennedy als erste Zugabe „Watch over you“ akustisch performt, fühlt man sich noch mehr im musikalischen Himmel, als man es die eineinhalb Stunden vorher ohnehin schon war. Ein energiegeladenes Spektakel, das die hitzigen Temperaturen im Konzertsaal leicht verschmerzbar machte!

Fotos: Christoph Thorwartl

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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