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Farewell Dear Ghost: Skin

Farewell Dear Ghost: Skin

Verträumte Flächen und pretty catchy Hooks erwarten den Käufer der vor kurzem erschienenen EP von Farewell Dear Ghost, die den kurzen Titel Skin trägt. Das Soundgewand der EP dürfte all jenen, die schon durch das Debütalbum des – mittlerweile zur Band gewordenen – Indiepop-Projekts aus Graz überzeugt wurden, bereits wohlbekannt sein.

Die Stimme des Frontmanns Philipp Szalay legt sich glatt und gefügig über die weiträumigen Gitarren- und Synth-arrangements, welche durch eine – zumindest mich – sehr ansprechende Ästhetik punkten können. Besonders spannend dabei ist der ruhig-hauchige und gleichzeitig druckvolle Charakter der Vocals.

Ein kurzes Run-through: Der Opener We Were Wild Once bietet alles, was so einer benötigt und kann mittlerweile auch von jedem ‚mitge-woooohohoooo-ed‘ werden, der in den letzten drei Monaten hin und wieder sein Anwesen, Auto oder sonst was mit FM4 beschallt hat. Dieser Song konnte nämlich bereits die Chartspitze des Radiosenders erklimmen, sowie kürzlich in der Latenight-Show „Willkommen Österreich“ präsentiert werden.

Der zweite Track All Of Me baut den Spannungsbogen der EP weiter auf und ist geprägt durch eine starke Gitarrenhook und etwas aggressiveren elektronischen Sounds als man bisher von FDG gewohnt war.

Ich denke, es werden mir viele widersprechen, wenn ich behaupte, dass der Titeltrack Skin für mich den Höhepunkt des Werks bildet. Es ist klangästhetisch sehr spannend, was bei diesem Song passiert. Hall und Raum bekommen hier eine neue Dimension verliehen und der Zuhörer wird in eine träumerische Klangwelt entführt. Das Stück hat nicht wirklich einen Höhepunkt, es sei denn man betrachtet den im Hintergrund immer intensiver werdenden Noise als solchen, aber genau diese Tatsache macht den Charme dieses Songs aus.

Mit Violet schließt diese äußerst interessante EP und macht Lust auf mehr, wenn auch gesagt werden muss, dass sich FDG mit ihrem Vorgeschmack auf das zweite Album nicht sehr weit aus dem Fenster zu lehnen gewagt haben. Das darf sein, wenn ein Werk von solcher Qualität geziert wird. Meine Empfehlung am Ende der Rezension: Kaufen Sie, kaufen Sie!

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Plattenliebhaber, leidenschaftlicher Konzertbesucher, Gitarrist und Sänger bei Back to Felicity, schreibt seit 2014 für Subtext (vorwiegend Konzert- und Albumrezensionen).

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