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Jack Frost: Doom’s not dead

Es gibt Bands, die erarbeiten sich entweder in ihrer Stadt oder in ihrem Genre so etwas wie einen Legendenstatus. Für die Stahlstadt Linz könnten die Doom-Veteranen von Jack Frost genau das sein, sind sie doch seit 25 Jahren auf der Bühne. Dass sie noch immer „ziehen“, bewiesen sie am verangenenen Freitag in der Linzer Stadtwerkstatt. Gemeinsam mit Hackmonocut und Ozymandias wurde deutlich, dass man sich auch um den sprichwörtlichen Nachwuchs keine Sorgen machen muss. 

Lange Zeit war es ruhig geworden um Hackmonocut, die den Abend in der rappelvollen Linzer Stadtwerkstatt pünktlich um 21 Uhr eröffneten. Kein Wunder – sind die Bandmitgleider ja nicht nur mit diesem Projekt mehr als ausgelastet. Musikalisch machen die Herren noch immer das, wofür sie bekannt sind: melancholischer, dunkler Rock, das Ganze aber nicht unnötig in die Länge gezogen, wie da manchmal die Gefahr besteht. Gerne mehr davon – und bitte nicht so lange Live-Pausen, danke!

Apropos „Live“: die nächste Band on stage ist live wohl eines der besten Erlebnisse, die man in Linz von einer lokalen Band machen kann. Ozymandias haben mit „Cake“ nämlich aktuell ein Album am Start, das getrost als „heavy rotation“ in der Playlist des Autors dieses Artikels bezeichnet werden kann. Kein Wunder – denn wo sonst kann man hier schon mal eine Orgel in diesem Grunge-Rock-Doom-Wasauchimmer-Süppchen quasi als Salz in der Suppe genießen. Gepaart mit einem Frontmann der Marke „hoffentlich is der nach dem Gig nicht reanimationspflichtig“ ein Rock-Konzert, das mit dem einen oder anderen Bierchen getrost als Highlight des Wochenendes gesehen werden kann.

Danach wurde deutlich, dass Jack Frost 2019 noch immer nichts an Qualität eingebüßt haben. Gloom, Doom, Gitarren, „Half A Man“, absolute Könner an und Liebhaber ihrer Instrumente, daneben auch mehr als zwei Jahrzehnte nach Bandgründung noch sichtbar Spaß am Gezeigten. Phred Phinster und Co samt aktuellster Platte „The Fall“ sind für Fans des Genres immer noch ein Garant für einen Abend, den man nicht bereuen kann – und hoffentlich bald wieder bestaunen darf! „Forever and Never“ – wohl das inoffizielle Motto der Truppe.

Fotos: Christoph Thorwartl

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eishockeyfan. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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