Now Reading:

Johnny & The Rotten / Zero Zeroes / Spleen – Wellenreiten in der KAPU

Johnny & The Rotten präsentierten am Samstag ihr Debütalbum „Down The Rabbit Hole“ in der KAPU. Zur Einstimmung gab es krachigen bis melodischen Punk von Spleen aus Leipzig und Zero Zeroes aus Karlsruhe.

Los ging es mit Punk der räudigen Sorte von Spleen. Das Leipziger Trio hat bisher noch nicht viel Hörbares im Internet veröffentlicht, immerhin gibt es aber eine Live EP, die einen recht guten Eindruck von der Band vermittelt (hier zu hören). Mal wird erbarmungslos schnell übers Griffbrett gefetzt, dann geht es wieder mehr in Richtung von dunkel vor sich her treibendem Post Punk.

Die Zero Zeroes waren da deutlich zugänglicher unterwegs. Sie vereinen Punk und Garage Rock zu einer druckvollen, aber stets melodischen Mischung irgendwo zwischen FIDLAR und The Flatliners. In einem sich immer besser füllenden KAPU-Saal waren es die Karlsruher, die die ersten Tanzbeine in Bewegung versetzen konnten.

Spätestens zu Johnny & The Rotten wurde es dann aber richtig voll in der Bude. Es ist echt nicht alltäglich, dass sich in Linz eine neue Band gründet, die von Anfang an so viele Leute hinter sich versammeln kann – auch wenn die Mitglieder keine Unbekannten sind und noch diverse andere Projekte haben. Am 1. Februar haben Johnny und seine beiden Mitstreiter jedenfalls ihr Album „Down The Rabbit Hole“ veröffentlicht und damit scheinbar voll eingeschlagen. Der Release wurde naturgemäß mit einer kleinen Tour (Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowenien) und natürlich einer ausgelassenen Party vor Freunden in der KAPU gefeiert – wie sich das gehört. Gefeiert ist dabei echt das richtige Stichwort, denn das oft eher zurückhaltende Linzer Publikum ließ an diesem Abend zu Songs wie „Mojo No!“ und „King Of The Waves“ echt ziemlich die Sau raus. Johnny & The Rotten zogen alle Anwesenden in einen sinnesberauschenden Strudel aus Garage und Surf Rock Sounds, Haudrauf-Punk und Irrsinn. Ein Konzert wie Alice im Wunderland!

Ein Review zur Platte dürft ihr an dieser Stelle übrigens auch bald lesen – deswegen hebe ich mir noch ein paar Lobeshymnen auf und belasse es bei einem abschließenden „Holy Moly, war das fett!“

Fotos: Andreas Wörister / Slihs Photography

Share This Articles
Written by

Schreibt Albumrezensionen, Konzertberichte und führt gerne Interviews - transkribieren tut er diese aber weniger gern. Immer wieder auch für Blödsinnigkeiten abseits seines Kerngebiets "Musik" zu haben. Hosted einmal monatlich die Sendung "Subtext on Air" auf Radio FRO, ist bei mehreren Kulturinitiativen und in einer Band aktiv.

Suchbegriff hier eingeben und mit Enter bestätigen