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In Vergessenheit

In Vergessenheit

Über Dinge, die auch mal in Vergessenheit geraten dürfen; Dinge, die man so schnell nicht vergessen wird; und auch Dinge, an die man sich stets erinnern muss.

Ja, liebe Leute. Es ist euch wahrscheinlich noch gar nicht nicht aufgefallen, aber nach 11 glorreich am Sonntag abgelieferten Momentaufnahmen habe ich es dieses Mal voll und ganz vergessen. Und wisst ihr warum? Erstens stand es nicht auf meiner ToDo-Liste (ich brauche eindeutig einen neuen ToDo-Listen-Schreiber für mich!), zweitens genieße ich gerade die ersten Ferientage und drittens war ich auch andersweitig beschäftigt. Aber keine Sorge. Ich gelobe Besserung. Nie wieder soll mir so etwas passieren. Aber sollte es je doch wieder einmal passieren, bitte ich schon vorab um Entschuldigung.

Das Bild hier, links oben, zeigt übrigens ein rosa Fahrrad. Nichts Besonderes? Nun ja, es war eines von fast zehn rosa Fahrrädern, das ich innerhalb eine Spaziergangs durch Stockholm (oder auch: eine der schönsten Städte der Welt) gesehen habe. Immer noch nichts Besonderes? Nun ja, wenn man irgendwann einmal die kranke Idee geboren hat, auf Fotofeldzug zu gehen und Ausschau nach rosa Fahrrädern zu halten, dann ist es schon ein ganz besonderer Moment, wenn man sich beim Ansehen der Speicherkarte vom vergangenen Urlaub unzählige rosa Fahrräder findet. Und daraus ein Fotoprojekt startet.

Was man aber niemals vergessen darf, sind die Gräueltaten in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Am Holocaust-Gedenktag fand nicht nur der WKR-Ball und seine Gegendemonstrationen statt. Heinz-Christian Strache soll die Rechten auch als die „neuen Juden“ bezeichnet haben, die vermeintlichen Überfall auf Burschenschaftsbuden hat er zudem als eine Art „Reichskristallnacht“ beschrieben. Mir persönlich kommt da vor allem das Kotzen und das naive Hoffen, dass diese Art der Politik in Österreich nie wieder eine demokratisch legitimierte Mehrheit bekommt. Vergessen wir bitte nie, was damals passiert ist, damit so etwas heute nicht mehr möglich sein kann, okay?

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29 Jahre alt - Literarischer Blogger (Neon|Wilderness), Autor ("Volle Distanz. Näher zu dir"), Medienblogger (dominikleitner.com), Printschreiber (MFG Magazin), freier Journalist (u.a. BZ), CD-Kritiker (subtext.at) und Detektiv (365guteDinge)

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