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THOR: Freude schöner Götterfunken

THOR: Freude schöner Götterfunken

Die Götter haben Hochsaison. Gerade erst ist der nordische Donnergott weltweit in den Kinos angelaufen und buhlt um die Gunst der Zuschauer. Der Film von Regisseur Kenneth Branagh erzählt, wie Thor (Chris Hemsworth) aufgrund seines Frevels aus dem Götterreich Asgard verbannt wird, um auf der Erde Buße zu tun und Demut zu lernen.

In den Comics ist die Story schon um einiges weiter. Wer tiefer in die Thematik eintauchen möchte, der greift am Besten zu den Paperbacks aus dem Hause Panini. Einen guten Einstieg liefern die ersten beiden Bände „Rückkehr des Donners“ und „Vater und Sohn“.

thor

Für die nordischen Götter sieht es in den Comics nicht gerade rosig aus. Nach Ragnarök, einer Art Armageddon, findet sich Thor im Jenseits wieder. Dort wird ihm bewusst, dass Asgard ausgelöscht wurde. Doch anscheinend hat das Schicksal noch so einige Aufgaben für den blonden Asen parat, wodurch er sich nach kurzer Zeit wieder auf der Erde findet. Als nächstes macht er sich auf, zusammen mit seinem menschlichen Pendant Donald Blake, die Götter in den Menschen wiederzuerwecken und ein neues Asgard über dem amerikanischen Bundeststaat Oklahoma zu erschaffen. Klingt verwirrend? Zugegeben: Die Geschichte von Thor ist nicht die einfachste, doch kommt das Vergnügen nicht zu kurz.

Drei Jahre lang hat man sich im Hause Marvel Zeit gelassen, die Thor-Franchise wiederzubeleben. In der Welt der Comics eine Ewigkeit. Schließlich wurde der Autor und TV-Produzent J. Michael Stratczynski mit dem Thema beauftragt. Wie man nach der Lektüre der Bände weiß: Eine sehr gute Entscheidung. Der Amerikaner bewies schon diverse Male sein Talent, spannende Comic-Geschichten zu schreiben. Hier zeigt er, zusammen mit Zeichner Olivier Coipel, wie der nordische Mythos mit der Moderne verbunden werden kann.

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Er bildet Thor als robusten wie sorgsamen Treuhänder der Sehnsüchte und alten Tugenden ab, der keine Angst vor der Zukunft hat, keine Scheu vor dem Fortschritt zeigt. Einerseits sind es Geschichten über einen normalen Mann (Donald Blake) in außergewöhnlichen Umständen (die Verbundenheit zu Thor). Dadurch bekommt man als Leser einen interessanten Einblick in die Welt der Götter. Auf der anderen Seite ist es spannend zu beobachten, wie die Menschen auf eine lebende Gottheit reagieren und wie das Miteinander funktioniert. So beinhaltet „Thor“ auch reichlich philosophische wie politische Implikationen. Ein Sinnieren über Schöpfer und das Geschöpf. Der Held neigt zu selbstbezüglichen Reflexionen – ein sehr spannende Facette. Die erzählerische Distanz, die dadurch entsteht, zieht einen letztendlich auf die Seite des Helden. Während man fasziniert guckt, ist man schon mittendrin.

Natürlich gibt es auch welche, die mit allen Mitteln an der Vergangenheit festhalten möchten. Der gerissene Loki (hier in der Gestalt einer Frau!) findet Mittel und Wege, um die Menge aufzuhetzen und gegen seinen Halbbruder zu intrigieren. Der Gott der Liste manipuliert Gedanken und Gefühle wie kein zweiter. Auch ein magischer Hammer kann da nicht immer weiterhelfen.

„Thor“ ist episches Drama, wie es im Buche steht – sowohl im Film als auch in den Comics.

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