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Nachbericht: BLACKMAIL @ B72 Wien

Nachbericht: BLACKMAIL @ B72 Wien

Auf subtext.at gibt es inzwischen schon fünf Texte, die sich allein um die Band Blackmail drehen – und ein weiterer folgt zugleich, denn am 5. April 2013 gastierten sie im Wiener B72. Mehr Bewunderung und Lobhuldigung für die Formation aus Koblenz geht eigentlich nicht. Echt nicht.

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Die Kälte der Stadt draußen, schwüle Verhältnisse innen drin: Das B72 ist gut gefüllt, als der Support um 21h auf die Bühne geht. Es scheint so, als würden viele Freunde und Bekannte der Band anwesend sein. Zunächst spielen sich also die mir gänzlich unbekannten Eves Fruit souverän durch ihr Set. Fazit: Okay-er Grunge-Rock, jedoch keinesfalls begeisternd. Als kurze Zeit später Blackmail mit dem aktuellen Album-Opener „Impact“ loslegen, ist der Sound stark und druckvoll. Und er wird sich noch steigern, sich um weitere Nuancen verbessern.

Es gibt Kracher vergangener Zeiten wie „Evon“, „It Could Be Yours“ oder „Same Sane“ zu hören. Auffällig ist jedoch, dass es kein Song vom Erfolgsalbum „Aerial View“ in die aktuelle Setlist geschafft hat. Sehr schade. Vom Comeback-Album „Anima Now!“ gibt es nur die Single „Deborah“ zu hören, was aber nicht weiter stört, da es in meinen Augen auch das bisher schwächste Werk der Band darstellt. Richtigerweise haben sie sich für das beste Stück der Platte entschieden. „Day By Day“ und „It’s Always A Fuse To Live At Full Blast“, das Duo vom „Tempo Tempo“-Album, bildet einen recht starken Höhepunkt. Auch die Stimmung steigert sich sichtlich. Ermüdungserscheinungen sind nicht auszumachen.

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Ab der Zugabe spielt weder für Band noch für Publikum das Wort Zeit eine Rolle, denn Blackmail dehnen ihre Songs so, wie es ihnen gefällt, was vor allem an Kurt Ebelhäuser liegt, der den Schlussakt „Friend“ weit in die Länge zieht, mit immer weiteren Melodien daherkommt und das Lied nicht beenden mag. Wortlaut von ihm: „Jetzt werdet ihr zerfickt“. Recht sollte er behalten. Den Draht zu den Fans hat er nicht verloren. Sänger Mathias Reetz tut sich da noch etwas schwerer. Man hat das Gefühl, bei den Ansagen kommt er noch nicht aus sich heraus. Wird schon.

Blackmail haben wieder einmal bewiesen (wie oft eigentlich?), dass sie auch nach vielen Jahren in der deutschen Indie-Szene noch nicht zum „Alten Eisen“ gehören. Mit dem Album „II“ sind die Batterien erneut voll aufgeladen. Beachtlich.

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