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Dreaded Downfall: Minimalistic Metal

Dreaded Downfall: Minimalistic Metal

Dreaded Downfall sind normalerweise durch eines bekannt: energiegeladene Metalcore-Konzerte, wo die Lautstärke durchaus überr Zimmerniveau angesiedelt ist. Auf der EP „Choices“ gehen es die Jungs etwas ruhiger an – sind die sechs Tracks doch allesamt unplugged aufgenommen.  

Eins vorweg: wüsste man nicht, was Dreaded Downfall normalerweise machen würden, würde die Band ohne weiteres als Singer/Songwriter-Band durchgehen. Unterschiede merkt man nämlich zu gängigen Indie-Bands nicht auf Anhieb. „Of Ways and Colours“ geht  die Platte angenehm eingängig an, und an der Stimme von Sänger Lukas Mantsch könnten sich so einige andere Bands etwas abschneiden. Auch wenn das Thema das Genre nicht unbedingt neu erfindet.

Weiter gehts mit „A Prey To Time“. Ähnlich angelegt wie der Opener, den Fokus noch ein wenig stärker auf die Stimme legend. Fazit: angenehm, repeat-button-verdächtig!

Der Titeltrack „Choices“ legt es danach etwas schneller an, und könnte mit einem Wort als „Radiotauglich“ beschrieben werden. Was aber nicht abwertend gemeint ist. Würde man nämlich mehr solcher Tracks im Radio hören, würde man wohl nicht mehr über die schlechte Musik im Radio jammern. „Before My Eyes“ knüpft daran nahtlos an.

Die letzten Abschnitte der EP läutet dann „Out at Sea“ ein. Sollte man „auf hoher See“ mal ein Lied brauchen, um einfach mal den Moment zu genießen – hier ist es. Mit „313“ wird der Hörer dann nach ca. 20 Minuten so entlassen, wie er die Platte kennen gelernt hat: happy darüber, was er da gerade gehört hat.

Fazit: Man nehme eine Metalcore-Band, lasse sie Acoustic-Nummern machen, stelle sich die Stimme von Marcus Smaller, nur besser, vor, und hat eine wunderbare EP vor sich liegen. Ein Werk einer Metal-Band, deren Ausflug viel besser klingt als viele Bands, die sich hauptsächlich daran versuchen.

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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