Mit „Risk to Exist“ bringen Maximo Park ihr sechstes Studioalbum auf den internationalen Musikmarkt und beweisen, dass sie nachwievor noch etwas von ihrem Handwerk verstehen. „Risk to Exist“ liefert das, was man von den Briten gewohnt ist: ruhiger Indie trifft auf groovigen Rock und schafft so ein klangvolles Zusammenspiel. 

Von Maximo Park ist man nach Alben wie „Our Earthly Pleasures“, „The National Health“ und „Too much Information“ bereits einiges an Qualität gewohnt. Seit 2004 ist die britische Band aus der internationalen Indie-Szene nicht mehr wegzudenken. Mit „Risk to Exist“ veröffentlichen die sympathischen Engländer am 21.4.2017 ihr sechstes Studioalbum. Ein erstes Durchhören zeigt: Maximo Park sind ihrem Stil treu geblieben und zeigen sich in alter Manier von ihrer gewohnten Seite. Das Album ist mit seinen 11 Tracks mit einer Gesamtlänge von knapp 40 Minuten zwar recht kurz gehalten, der Qualität der Lieder tut dies aber nichts zuleide.

Den Anfang macht „What did we do to deserve this?“, eine groovy Rocknummer, die mit ihrer eingängigen Melodie sofort im Ohr des Hörers hängen bleibt. Paul Smiths ruhige Vocals runden den Klang ab und schaffen so die Basis für den Soundtrack des vor der Tür stehenden Sommers. Der zweite Track, „Get High (No I don’t)“ wurde vor zwei Wochen als Vorgeschmack auf das Album auf Youtube präsentiert. Mit reichlich Tempo schlägt der Song rockigere Töne an und zeigt die musikalische Bandbreite der Band.

Die nachfolgenden Tracks schlagen wieder vermehrt die ruhiger Indie-Schiene ein. Mit dem Paradethema Liebe beschäftigen sich dem Genre entprechend einige Songs auf dem Album. Melodisch sind viele eingängige Songs dabei, welche sofort im Ohr des Hörers hängen bleiben. Das zeigen beispielsweise „Risk to Exist“, das gleichnamige Lied zum Album, „What equals Love?“ und „Respond To The Feeling“.

Politischer geht es lyrisch schon bei „The Reason I Am Here“ zu. „The People who never doubt, are the one’s I’m worried about“: mit diesen Worten besingt Paul Smith das Problem der Engstirnigkeit sowie der Ausländerfeindlichkeit mancher Bevölkerungsschichten und spricht damit ein großes Problem der heutigen Gesellschaft an. Ein ähnlich ernstes Thema wird trotz motivierender Melodie in „Make What You Can“ angesprochen, wobei hier textlich ein persönlicher, innerer Konflikt sowie die Angst vor dem Versagen und Verlieren im Vordergrund steht.

Zusammenfassend ist „Risk to Exist“ ein kurzes, aber gelungenes Werk, welches musikalisch trotz altgewohntem Stil verschiedene Facetten der Band aufzeigt und auch lyrisch stark variiert. Gepaart mit der leichten, melodischen Musik der Briten dürfte sich das Album als Soundtrack für den Sommer 2017 definitiv anbieten, sei es für einen gemütlichen Tag am See oder für die Grillparty daheim.

Tracklist: 

1. What Did We Do To You To Deserve This?
2. Get High (No, I Don’t)
3. What Equals Love?
4. Risk To Exist
5. I’ll Be Around
6. Work And Then Wait
7. The Hero
8. The Reason I Am Here
9. Make What You Can
10. Respond To The Feeling
11. Alchemy

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