Chris Weber, der aus der Schweizer Musikszene mit seiner Band Featherlike schon längst nicht mehr wegzudenken ist, startet nun solo und deutschsprachig als Kopfgewitter durch.

Diese sprachliche Neuerung bringt nicht nur frischen Wind in sein Songwriting, sondern lässt seine Songs auch um einiges persönlicher wirken. Auf Kopfgewitters Debut-EP „Die Ruhe vor dem Sturm“ finden sich fünf verträumte Popnummern, die perfekt dafür geeignet sind, an einem regnerischen Nachmittag kurz alles liegen und stehen zu lassen und einfach einmal den Gedanken im eigenen Kopf freien Lauf zu lassen.

Die Singleauskopplung „Das dunkle Fieber“ erzählt in wunderbar fantasievollen Texten von einer idealistischen Beziehung die doch voll von dunklen Drängen ist, Neues zu versuchen, und spricht so jeden an, der sich bereits viel zu lange in seinem Schneckenhaus verkrochen hat, und endlich wieder einmal etwas zum ersten Mal tun sollte.

Mein persönlicher Favorit auf auf der „Die Ruhe vor dem Sturm EP“ ist „Striche an der Wand“, die durch das vergleichsweise flotte Tempo und das bunte Glitzern der Synthibegleitung sofort ins Auge (beziehungsweise Ohr) sticht.

Kurzum gesagt finde ich die EP recht gut gelungen, und ich kann sie jedem empfehlen, der auf verträumten Pop mit Schweizer Akzent steht. Ich würde „Die Ruhe vor dem Sturm“ als perfekte Begleitung für einen regnerischen Sonntagnachmittag bezeichnen, da sie wunderbar träumerisch ist und von Unbekanntem schwärmt. Wobei mir einfällt: Wann hast DU zum letzten Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

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