Bereits beim Ahoi!Pop-Musikfestival vor zwei Jahren konnte die Band Fink bei uns punkten. Am Montagabend waren sie eine weiteres Mal im Posthof zu Gast. Mit ihrer Musik schafften sie eine Connection, die selten bei Konzerten zu sehen ist – unbeschreiblich schön. 

Ganz ohne Vorprogramm wollte sich die britische Band Fink dann doch nicht präsentieren. Statt einer Vorband inszenierte die Band eine musikalische Weiterbildung mit dem Schwerpunkt britischer Musik und Records. Auf einer Leinwand zeigte die Band die gesamte Geschichte von der Herstellung der Schellackplatten bis zu moderneren Medien. Eine Methode, die so bei Konzerten doch eher selten zu finden ist. Aber die dann doch den Effekte hatte, dass die komplette Aufmerksamkeit später auf die Musik von Fink gerichtet wurde.

Ausgeruht und komplett motiviert nach einem freien Tag betrat die Band dann nach der Videovorführung die Bühne. Der Sänger Finian Paul Greenall meinte selbst, dass er bereits die Stunden zählte,  um endlich wieder auf der Bühne stehen zu können. Der Posthofsaal schien es ihm im Allgemeinen sehr angetan haben – so oft wie er die Technik und den Sound auf der Bühne lobte. Schon beim ersten Ton hatte die Band die gesamte Aufmerksamkeit – da gab es keine Zwischengespräche oder Zwischenrufe, jede*r schaute gespannt auf die Bühne und lauschte der außergewöhnlichen Musik.

Das neue Album „Resurgam“ wird schon seit Monaten auf FM4 und Co gehyped – komplett zurecht, so ist das neue Album ein Meisterwerk in sich selbst. Gerade der namensgebende Song „Resurgam“ hinterlässt schon beim Hören auf Platte Gänsehaut. Live ist es nochmal ein anderes Erlebnis. Die ruhige Musik, gepaart mit vielen Postrock-Elementen, beeindruckte nicht nur die Fans, sondern auch Leute, die vor dem Konzert noch sehr kritisch waren. Auch sie gingen mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck nach Hause. Trotz der raren Kommunikation mit dem Publikum bestand eine ganz intime Bindung zwischen den Musikern und dem Publikum. Eine Bindung, die man nicht bei jedem Konzert hat.

Wir kennen keine bessere Möglichkeit, wie man einen verregneten Montag Abend besser verbringen kann.

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