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Parasol Caravan: auch weiterhin Linz‘ finest!

Es gibt nicht viele mehr oder weniger lokale Bands, die an einem Donnerstag (!) Ende Mai (!!) die Linzer Stadtwerkstatt beinahe ausverkaufen können (!!!). Parasol Caravan können das. Linz‘ finest in Sachen Stoner Rock präsentierte letzten Donnerstag einen Vorboten auf neue Veröffentlichungen. Das Publikum dürfte ihnen auch die kommenden Werke aus den Händen reißen wie warme Semmeln.

Donnerstag, die Stadtwerkstatt wie erwähnt mehr als gut gefüllt. Ideale Voraussetzungen also für ein gelungenes Stoner-Rock-Konzert. Dass die Anhänger dieser Musikrichtung zu den wohl treuesten Live-Konzertbesuchern zählen, wurde an diesem Abend einmal mehr deutlich. Denn bereits als der offizielle Support des Abends, Timestone, um kurz nach 20 Uhr die Bühne betritt, sind für diese Zeit schon viele Fans anwesend. Was natürlich mitunter auch an Timestone selbst gelegen haben könnte – denn das Trio aus der Stahlstadt genoss hier wirklich den Heimvorteil. Stoner-Rock, wie er sein soll – ausgefeilte, opulente Instrumentals lassen das gemeine Stoner-Herz höher schlagen. Ein mehr als solider Gig, der eine gute Einstimmung auf Parasol Caravan darstellte.

Während der nächtsten guten Stunde wurde deutlich, weshalb die „Parasolinger“, wie wir sie redaktionsintern liebevoll bezeichnen, zu wohl _dem_ Aushängeschild der heimischen Szene geworden sind. „Blackstar“ heißt die neue Single, die an diesem Abend exklusiv in der Stadtwerkstatt präsentiert wurde. Der Rest? Bekannt. Bekannt gut! Denn was Alex Kriechbaum, Bertram Kolar, Vincent Böhm und Richard Reikersdorfer auf der Bühne zelebrieren, kann man getrost mit einem halben Satz beschreiben: der beste Stoner-Abriss seit Langem. Nicht erst seit „Para Solem“ sind die Vier gern gesehene Gäste auf der Bühne. Dass die Stadtwerkstatt dann auch zu einer Sauna umfunktioniert wurde, versteht sich dann von selbst. Lautes, textsicheres Publikum, großartige Band auf der Bühne – was will man eigentlich mehr? Eine möglichst baldige Veröffentlichung des neuen Albums wäre da so ziemlich das Einzige, was uns einfällt.

Foto: Andreas Wörister, Christoph Thorwartl

 

 

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eishockeyfan. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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