„Eine schöne Chillout- und Hangover-Zeit“

2004 traf sich ein buntes Grüppchen Linzer Jugendlicher um bei dem von der Europäischen Union geförderten Projekt „Teens Open Space“ über einen neuen Treffpunkt für die Linzer Adoleszenz zu brüten. Heute, ganze fünf Jahre später – uns trennen mittlerweile nur noch wenige Wochen von Herbstmantel und Wollmütze – wurde die Freiluft-Chilloutzone eröffnet.

Seit 15:00h befinden sich einige Betontreppen, eine überdachte Freewall, Sitzmöglichkeiten und eine „Bühne“ unter der Linzer Eisenbahnbrücke offiziell im Besitz der Linzer Jugend. Die Eröffnung des als „Jugendpoint“ titulierten „Großprojekts“ selbst ging relativ schmucklos über die Bühne: Vizebürgermeisterin Holzhammer fand ein paar warme Worte für die spärlich erschienenen Jugendlichen, Wirtschaftsstadträtin Wegscheider wünschte den Jugendlichen „eine schöne Chillout- und Hangover-Zeit“, dazu kostenlose Leberkässemmeln und Musik vom Notebook. Die Energie dafür lieferte ein eigens für die Veranstaltung aufgestelltes Aggregat – Stromanschlüsse oder gar WCs sucht man am neuen Treffpunkt vergeblich.

Das Versprechen, dass die Sicherheit an dem neuem Treffpunkt nicht durch Kameras gewährleistet werden soll, dürfte gehalten worden sein. Von den 2004 ausgearbeiteten Konzepten der Jugendlichen blieb allerdings nur wenig übrig; die Pläne für zwei Plattformen aus Holz oder eine Sitzhöhle im Volksgarten dürften wohl auf alle Ewigkeiten in den Schubladen der Stadt verschwunden sein. Zumindest über ein Baumhaus verfügt der Volksgarten mittlerweile – wenn es auch im Zuge eines anderen Projekts Eingang in den Park fand.

In einem aus 2004 stammenden Beitrag auf der Projektwebsite, der auf den geplanten Jugendpoint etwas näher eingeht, ist von einem „wetterfesten Treffpunkt“ mit „knalligem Belag“ und „bewachsenen Seitenwänden“, die „den Raum aus der Durchzugsachse nehmen“, die Rede. Was davon geblieben ist, findet sich in den folgenden Fotostrecken.

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Foto: Andreas Kepplinger