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SPAWN ORIGINS: One way ticket to hell… And back

SPAWN ORIGINS: One way ticket to hell… And back

Es soll ja böse Zungen geben, die behaupten, Todd McFarlane sei ein besserer Marketingstratege als Comicmacher. McFarlane besitzt mittlerweile ein weit durchdachtes Spielzeug-Imperium in den Staaten und zählt ohnehin schon zu den besten Zeichnern der US-Comicbranche (der den Bleistift jedoch nur mehr selten schwingt). Da verwundert es nicht, dass er sich mit Autoren wie Alan Moore („Watchmen“, „From Hell“) zusammengetan hat, um seine eigenen Ideen kreativ umzusetzen.

Spawn_Mask

Als er mit einigen anderen illustren Kollegen 1992 dem Comic-Riesen Marvel den Rücken kehrt, um eine eigene Kreation auf die Leser loszulassen, hat wohl niemand an den Erfolg geglaubt. „Spawn“, beim neuen Verlag Image, war der geborene Anti-Held, aus den Untiefen der Hölle vom Teufel persönlich geschaffen, um das kommende Armageddon auf der Erde heraufzubeschwören. Mehr oder weniger.

Die Figur mag heutzutage nicht mehr der letzte Schrei sein, doch die Ursprünge des Charakters faszinieren und unterhalten noch heute. Er ist härter als Batman, kein Saubermann in heldenhafter Pose wie Superman und schon gar kein Spaßvogel wie Spider-Man. Spawn ist edgy. Aufbrausend und hart. Verletzlich und ihn durstet es nach Rache. Er wurde gleich mehrfach hintergangen (sein Vorgesetzter ist für seinen Tod verantwortlich) und das kann er nicht auf sich sitzen lassen. Und für den Teufel zu wirtschaften, da hat Al Simmons (so sein bürgerliche Name) auch keine Lust drauf. Er lässt sich in den Gassen von New York nieder und verteidigt die Penner und Obdachlosen, um die sich ohnehin niemand kümmert.

Todd-McFarlanes-Spawn

McFarlane ging 1992 noch ein Stückchen weiter als seine Kameraden im Comic-Metier. Die Pforten des Fantastischen wurden geöffnet. Himmel und Hölle existieren zu gleichen Teilen. Welche Seite schlimmer ist, ist schwer zu sagen. Schon bald nach dem Erscheinen der ersten Hefte wurde die Kreation als Kultfigur gefeiert. Es gab eine sogar Verfilmung, die 1997 erschienen ist, den düsteren Comics leider nicht gerecht wurde.

„Spawn“ ist im Grunde die Geschichte eines Paktes, megacool in Szene gesetzt. Der Teufel verspricht ihm, dass er zu den Lebenden, zu seiner Frau und seiner Tochter zurück kann, wenn er im Austausch ein Krieger der Hölle wird. Simmons willigt ein, das Kleingedruckte liest er nicht.

Die erste Ausgabe der „Origins Collection“, die seit diesem Jahr auf Deutsch vorliegt, vereint die ersten zwölf Ausgaben der Image-Serie in einer wunderschön aussehenden Hardcover-Buch, in dem sich unser Held u.a. gegen seinen Erzfeind namens Violator (eine Monsterbrut in Clown-Gestalt) herumplagen muss. Weitere Ausgaben der Kollektion sind geplant und erscheinen unregelmäßig.

SPAWNORIGINS

→ → → → Info
Spawn Origins Collection 1, Hardcover, 340 Seiten
→ → → → Verlag
Panini Comics
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spawn.com
paninicomics.de
imagecomics.com

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