Acht Eimer Hühnerherzen: “album”

Zwei Jahre nach dem die Nylonpunk-Band Acht Eimer Hühnerherzen aus Berlin-Kreuzberg mit ihrem ersten Album eine ordentliche Duftmarke im Bereichs des deutschsprachigen Spaßpunks setzte, erschien am 27. März ihr neuestes Werk mit dem simplen Namen “album”.

In der aktuellen Dürre der Konzertlosigkeit sind Album-Veröffentlichungen eine willkommene Oase für das dehydrierte musikaffine Gemüt, so erschien <<album>> von Acht Eimer Hühnerherzen genau zum richtigen Zeitpunkt. Das Mastermind hinter dem 2018 gegründeten Bandprojekt ist der Bassist Johnny Bottrop, der durch sein Dasein bei Bands wie Hostages of Ayatollah, Terrorgruppe oder the Bottrops ein Urgestein des Deutschpunks ist. Der Stil der Band definiert sich durch endlos wirkende Assoziationsketten im Text, gemischt mit eingängigen Refrains, zu empfehlen sind hier die Tracks „Mittelmaß“, „Eisenhüttenstadt“, „Tränengas“ und „Kerosin“. Die Band zeigt auch, dass guter Gesang und Punk kein Widerspruch sein müssen. Am Besten zu beschreiben ist es wohl als Crossover von den Anfängen der „Goldenen Zitronen“ und „Wir sind Helden“.

https://www.youtube.com/watch?v=b4K_2q7oQCw

Somnambulismus – das ist nicht nur der medizinische Fachbegriff für das, was man landläufig Schlafwandeln nennt,sondern auch der erste Track des Ablums, der bereits im Jänner veröffentlicht wurde. Der Text behandelt den modernen urbanen Lebensstils des verlorenen Lebenssinns, des Tunnelblicks, des Prokrastinierens. Das Lied beschreibt damit wie viele weitere Lieder des Albums die klassischen Lebenskrisen der „Generation Y“. Es handelt sich bei der Single nicht nur um den ersten Song des Albums, sondern auch um den Eingängigsten. Wenn auch nicht vom Stil, aber vom Text kann man ihr neustes Werk durchaus als Bruch zum letzten Album sehen. Die Texte sind etwas deeper, was sich leider durchaus auf den Spaßfaktor niederschlägt. Hört rein!

https://www.youtube.com/watch?v=GMAH0mcMbIE

Die bisher etwas auftrittsscheue Band hatte für April bis Mai ihre erste Tour angekündigt, Was aber, wie alles andere auch, in diesem Fall auf September bis Dezember verschoben wurde. Am 05.12 kommen sie ins Sakog nach Trimmelkam und am 06.12 ins Rhiz nach Wien!

 

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geschrieben von

Chemiewerker in der Stoistodt. Gesellschaft, Musik und Fußball

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