Fotostrecke: Kabru-Festival mit Dua Plicity & Why-Y

Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute (musikalische) doch so nah ist? Vergangenen Freitag in der Linzer KAPU wurde deutlich, dass man sehr gute Musik auch wieder mal vor der Haustür finden kann. In Kooperation mit der Bruckner-Uni fand nämlich das Kabru-Festival statt, wo mit Dua Plicity & Why-Y zwei lokale Formationen ihr Können beweisen konnten. 

Wir kennen das mittlerweile zur Genüge: 3G-Regel, Bier, und ja, Konzerte. Nach gefühlt ewigem Darben nimmt der geneigte Musikfan natürlich alles mit, was man an Live-Gigs bekommen kann – wer weiß, wie lange noch. An diesem Freitagabend in der Linzer KAPU wurde man nicht enttäuscht, so viel sei verraten. Denn der Start mit Dua Plicity war mehr als vielversprechend. Vorteil, wenn Musik-Studierende auf der Bühne stehen: beherrschte Instrumente und sehr gute Stimmen. Dua Plicity beweisen mit ihrem Electro-Pop, der (zumindest) zweistimmig daherkommt, dass ihre Musik auch auf größeren Bühnen funktionieren könnte. Nicht nur die ohrwurmtaugliche neue Single „Satellite“ (Video siehe weiter unten hier im Artikel) beweist das, sondern auch, dass man die großartige Florence Welch covern kann, ohne peinlich zu wirken. Tanzbar, ausgefeilt, genauso soll es sein – bitte mehr davon!

Die zweite Formation an diesem Abend: Why-Y. Einige bekannte Gesichter (unter anderem von Schmack, Nnella) – nonanet bei einem Kabru-Konzert – auf der Bühne, ein abwechslungsreiches Set, das durchaus länger hätte dauern dürfen. Elektronisch angehaucht werden hier harmonische Arrangements zusammengestellt – und in die Lead-Stimme von Sängerin Nadja Bodlak haben wir uns ja schon im Vorhinein verliebt gehabt. Eine Performance, wo man ab und zu schon mal mit offenem Mund dastehen kann. Wie bei der Vorband: gerne mehr davon, genauso wie mehr Kabru-Kooperationskonzerte, die zeigen, dass die heimische Musikszene doch noch immer breit gefächert ist!

Fotos: Christoph Leeb

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geschrieben von

Musik-Nerd mit Faible für Post-Ehalles. Vinyl-Sammler. Konzertfotograf mit Leidenschaft, gerne auch analog. Biertrinker. Eishockeyfan. "Systemerhaltende" Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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