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THE VEILS: Unermüdlich

THE VEILS: Unermüdlich

Seit mehr als zehn Jahren im Musikgeschäft und doch werden die Indierocker von The Veils wohl nie über ihren Insider-Status hinauskommen. Woran das gelegen hat, ist im Nachhinein schwer auszumachen. Jetzt setzt die Band aus Neuseeland auf pfiffiges Songwriting. Die Veils machen sich locker.

Veils

Nie richtig schlecht, nicht umwerfend gut – es gibt unzählige Bands, deren musikalische Ergüsse sich in diese Kategorie einordnen lassen. The Veils gehören leider Gottes dazu. Besser geworden von Album zu Album, auch wenn der große Buzz sie nie erreicht hat. Mit dem aktuellen Werk „Time Stays, We Go“ hat die Formation um Aushängeschild Finn Andrews an Lockerheit und Vielseitigkeit dazugewonnen. Prominente Schützenhilfe erhält die Band in Form von Produzent Bill Price, der u.a. mit The Clash, den Sex Pistols, Guns N‘ Roses oder The Jesus And Mary Chain zusammengearbeitet hat.

Und die ersten paar Songs kommen einem voller Elan und Spielfreude entgegen, als hätte es gegolten, jeden Augenblick im Studio voll auszukosten. „Through The Deep, Dark Wood“ lässt einen begeistert zurück. „Train With No Name“ und „Candy Apple Red“ stehen dem in nichts nach. Uptempo mit Boboflair und Britchic, dann großzügige Americana-Weiten und kunstvolle Indie-Gesten. Der Abwechslungsreichtum steckt hier im Detail.

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Der Wille, etwas Großes zu schaffen, hat sich bereits mit dem Zweitwerk „Nux Vomica“ deutlich abgezeichnet. Davor trennte sich Frontmann Andrews allerdings von den übrigen Bandmitgliedern, um dann später mit neuen Gesichtern einen Veils-Neustart zu wagen. Das nachfolgende Album „Sun Gangs“ ging den Weg von „Nux Vomica“ konsequent weiter. Und dann ein weiterer Rückschlag – sie haben es auch nicht geschafft, aus dem Soundtrack-Beitrag zum Film „Mr. Brooks“ mit Kevin Costner groß Kapital zu schlagen. Der Streifen floppte an den Kinokassen und der größere Bekanntheitsgrad wurde nicht erreicht.

Wie man sieht: Die Zeit meinte es nicht immer gut mit ihnen und was den Veils zuweilen immer ein bisschen fehlte: Eine ausgeprägte Identität. Eine klar erkennbare Handschrift. Daran wird auch dieses Album nicht viel ändern. Trotzdem befindet man sich hier noch auf geschmackssicherem Terrain.

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Trough The Deep, Dark Wood, Train With No Name, The Pearl
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Pitch Beast (Rough Trade)
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