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Like Elephants: Oneironaut

Like Elephants: Oneironaut

Zugegeben, es ist schon etwas länger her, dass das Album „Oneironaut“ der Band Like Elephants veröffentlicht wurde. Und bevor ich lange um den heißen Brei herumschreibe, warum die Review erst jetzt kommt, fange ich lieber gleich an.

Like Elephants konnten in den letzten zwei Jahren Einiges an Erfolg verbuchen. Von großen Auftritten am Ahoi!Pop-Festival im Linzer Posthof gemeinsam mit Tocotronic, oder als Gast am Acoustic Lakeside.  Aktuell am Start: ihr erstes Full-Length-Album „Oneironaut“. 11 Songs sind auf der neuen Platte – und unter uns Musikjunkies, ja, es gibt sie auch auf Vinyl zu erstehen.

Fast schon mysthisch klingt der erste Song, das Intro „Paraympathikus“. Es versucht, den Hörer auf die musikalisch dunkle Seite zu ziehen  – und das ganze ohne Kekse. Etwas freundlicher und einladender klingt dann schon der zweite Song „Hear the summer“. Und wie der Name schon sagt, eignet sich der Song auch als Sommerlied – auf meiner Sommerplaylist hat er jedenfalls einen Platz. Der Song zeichnet sich vor allem durch seine Gesangspausen und seine Reduktion aus. Wenn ich ein Lied empfehlen müsste, das den Stil der Jungs am besten beschreiben würde, dann würde ich das Lied „Mesmerize“ weiter empfehlen. Typischer Klang – Gitarrentöne und Gesang, wie es nur Like Elephants können.

An die 80er erinnert mich der Song „Funeral“. Irgendwie an Filme wie „Breakfast Club“ und „Teen Lover“. Der Song „Funeral“ könnte genauso gut die Titelmelodie einer dieser Filme sein – und ja, das ist ein Kompliment – anders als vielleicht andere mag ich ich die Musik dieser Zeit. „One of us“ funktioniert wahrscheinlich auf der Bühne besser als auf Platte – so lädt der Song schon nach den ersten Takten zum Mitsingen ein. Auch wenn es still und heimlich im Büro auch spannend sein kann, macht Mitsingen im Kollektiv dann wohl doch mehr Spaß. Weiter geht’s mit „Forest“ – wenn ich bei dem Song die Augen schließe, finde ich mich auf einer Lichtung im Wald wieder, wo ich barfuß durchs taunasse Gras wandere – einfach bezaubernd.


„Daydream“ und „Run Away“ laden nocheinmal ein, bewusst die verzerrten Töne des Klaviers und der verhallten Stimme von Sänger Viktor zu lauschen.
Abgerundet wird das Album von den beiden Songs “ Follow me“ und „Wake up“, wo es am Ende noch einmal richtig zur Sache geht. Kräftige Beats lassen einen „Aufwachen“.

Eine Platte, die bei einem pop-begeisterten Menschen nicht im Regal fehlen darf. Auch wenn mir die Zeitspanne zwischen Anfang vom Lied bis zum Gesang oft etwas zu lange ist,kann ich die Platte nur weiter empfehlen  – und freue mich schon wieder auf das Acoustic Lakeside-Festival.

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Konzerte - Filme - Bücher - Musik - Kunst // Studentin - Veranstalterin - Redakteurin - Fotografin

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