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Bad Manners: This is Ska!

Wer von Ska spricht, wird an Bad Manners nicht drumrum kommen. Die in den 70ern gegründete Band erlebte in den 80ern mit ihren Hits wie “Special Brew” oder “Can Can” ihren künstlerischen Höhepunkt, mit denen sie sich in der Szene unsterblich machten und in Großbritannien die Mainstream-Charts erreichten. Mittlerweile sind sie schon etwas in die Jahre gekommen, was das Stimmungspotenzial jedoch nicht drückt und die Band zum “must see” macht. Alleine schon, weil man nicht weiß, ob sie nochmal nach Österreich kommen.

Der Ska-Abend am Montag in der Stadtwerkstatt war das Ende einer Serie von Tagen, an denen es jeden Tag mehrere Gründe gab, um anzustoßen. Was die Laune im Saal wohl nochmal steigerte. Zu Beginn des Abends spielten “The Judge Dread Memorial”, eine Band bennant nach dem bereits verstorbenen britischen Ska-Musiker Judge Dread. Der Sänger kam verkleidet als Kapitän und die restliche Bandbesatzung als Matrosen. Das Publikum erschien, zum Programm des Abends passend, britisch. Zehn Minuten vor Beginn war der Saal noch leer, fünf Minuten danach fast voll. Die zumindest mir vorher unbekannte Band lieferte eine ordentliche Show ,die vor allem gesanglich, aber auch instrumental top war. Humoristisch war der immer wiederkehrende Einsatz eines Gummihuhns als Musikinsutrument.

Gegen Ende der Pause wurde man Zeuge von etwas, was wohl drei Tage zuvor bei einem Ska-Konzert noch undenkbar gewesen wäre. Die Leute tanzten zu Vengaboys‘ “We are going to Ibiza”, ein unvergessener Moment! Danach gings weiter mit dem Highlight des Abends, den Bad Manners. Der bereits im 61. Lebensjahr  angekommene Frontman Buster Bloodvessel wirft sich nicht mehr gar so ins Geschehen wie früher, was aber auch schon der einzige Kritikpunkt eines sonst gelungenen Abends ist. Dem Publikum war es egal, getanzt und gefeiert wurde zur Genüge, die Stimmung vor allem für einen Montag in Linz beachtlich. Ich persönlich hoffe, es war nicht ihr letzter Gig in der Stadtwerkstatt bzw. in Österreich!

Foto: Christoph Thorwartl

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Chemiewerker in der Stoistodt. Gesellschaft, Musik, Fußball, Bier and yes, it‘s fucking political!

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